Introduction Course on Metamodernism Starting March 6

We’re happy to announce that Emil Ejner Friis, one of the co-founders of Metamoderna, has started doing online courses on Psychedelic Society’s Dandelion platform. Here’s what he has to offer:

This course is for anyone interested in getting a thorough introduction to metamodernism. Pre-existing knowledge not required.

Metamodernism, the paradigm following postmodernism, is the latest emerging grand narrative of our time. It describes a set of interrelated developments in philosophy, politics, ethics and aesthetics you ought to know about, especially if you want to see the future humanity potentially is headed towards. You may not be ready for it yet, but your kids are gonna love it.

You will finish the course understanding the relevance and importance of stage theory, how to distinguish metamodernism from postmodernism and integral theory, and how to apply this new way of thinking to your life.

The course will take place 7 pm – 9 pm (2h) UK time via Zoom, for four consecutive Mondays beginning March 6.

Here is an overview of what you will learn:

SESSION 1: What Metamodernism Is, and What It’s Not

  • A super brief introduction to modernism and postmodernism.
  • A brief history of the term “metamodernism”.
  • The three different “kinds” of metamodernism.
  • What’s the difference between metamodernism and integral?
  • Are you metamodern? A quick personality test.
  • What people usually get wrong about metamodernism.

SESSION 2: An Introduction to Stage Theories

  • Development, why it’s real and why it matters!
  • Why we should use stage theories, and why they aren’t evil.
  • A very brief introduction to: Piaget, Spiral Dynamics, Ken Wilber, Kegan, Michael Common’s Model of – Hierarchical complexity.
  • Hanzi Freinacht’s four dimensions of developments and how it adds up to the effective value meme.
  • The ways stage theories delude people and drive them crazy.
  • How stage theories in fact are being used for “evil”.
  • A better use of stage theories. How to not be a jerk around them.

SESSION 3: An Introduction to Hanzi Freinacht’s Philosophy

  • Who is Hanzi? And more importantly, why is Hanzi?
  • Didn’t read The Listening Society? Don’t have the time? No problem, Emil will tell you all you need to know for a dinner table conversation.
  • Same with Nordic Ideology? Emil’s got you covered.
  • The things most people misunderstand about Hanzi.
  • How to not be like most people.

SESSION 4: The Difference between Modernism, Postmodernism and Metamodernism

  • A brief history of modernism and postmodernism.
  • How to spot metamodernism, and where to look.
  • The tricky task of telling postmodernism and metamodernism apart.
  • What makes our current society postmodern?
  • What would a metamodern society look like?

ABOUT YOUR FACILITATOR

Emil Ejner Friis (b. 1981) is a theory artist and a teacher of metamodernism, he is a co-founder of Metamoderna and one of the writers behind Hanzi Freinacht. He has spent the last ten years trying to figure out how to create a listening society, a kinder and more developed society that deeply cares for the happiness and emotional needs of every citizen.

He has tried and failed at creating a metamodern political party, he has tried and failed at creating a metamodern IT-company, and he has just plainly failed at ever finishing his not so metamodern university studies by being drawn to all kinds of adventures to try and save the world instead.

When he’s not writing and theorizing from his safehouse in Berlin, he’s conspiring with other metamodernly inclined hackers, hipsters and hippies to outcompete modern society. To pay the rent he sells words, all the best words.

Emil is a skilled and experienced speaker and has a reputation of being quite entertaining and good at making complex ideas easier to digest.

You can follow Emil on his facebook profile here.

Here’s a link to the tickets: https://dandelion.earth/events/614a3977131406000c6cf9a9

Wie ein Drogen- und Sexkult aus Lülsfeld ein Ökodorf infiltrierte

Dies ist die Geschichte eines idyllischen Ökodorfes, das bekannt ist als ZEGG (Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung) und seiner Infiltration durch eine gefährliche Sekte aus Lülsfeld namens Go&Change. Und es ist eine Geschichte über sexuellen Missbrauch und zwei tote Kinder.

Die folgenden Schilderungen beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen, sowie was ich von anderen gehört und gelesen habe. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser Artikel kritischer Journalismus im engeren Sinne ist. Und ich behaupte keineswegs, dass dieser Artikel besonders investigativ ist. Diese Geschichte soll anderen als Warnung dienen. Darum teile ich sie. Wenn nur eine Person von Go&Change abgehalten wird und so vor Leiden geschützt wird, dann hat dieser Text seine Aufgabe erfüllt.

Seit der Veröffentlichung dieses Artikels hat der ZEGG öffentlich bekannt gegeben, dass sie bei Veranstaltungen bis auf weiteres nicht mit Go&Change zusammenzuarbeiten möchten. Zusätzlich haben sie die G&C-Gemeinschaft aufgefordert, den Link zum ZEGG von ihrer Webseite zu entfernen. In dieser öffentlichen Ankündigung werden viele der problematischen Praktiken von Go&Change, die im Folgenden erwähnt werden, angeprangert. Der ZEGG entschuldigt sich auch für die Art und Weise, in der meine Frau (damalige Verlobte) und ich aus dem Sommercamp ausgeschlossen wurden. Wir nehmen die Entschuldigung gerne an und freuen uns darüber, dass die Entscheidung getroffen wurde, die Zusammenarbeit mit Go&Change zu beenden. Die öffentliche Erklärung kann hier auf der Website des ZEGG nachgelesen werden: https://www.zegg.de/de/mediathek/news-archiv/1151-das-zegg-und-go-change.html

Alles begann mit einer Einladung zum ZEGG Sommer Camp 2021 in Bad Belzig in der Nähe von Berlin. Ich sollte dort einen Vortrag halten und mich an einer Podiumsdiskussion beteiligen, unter anderem mit einem sonderbaren Kollegen namens Felix Krolle.[i] Wäre ich etwas weiser gewesen, hätte ich nachgeschaut, mit welchen Leuten ich da auf diesem Podium sitze und welche Organisationen sie da repräsentieren. Traurigerweise war ich zu faul, um weise zu handeln.

Im ZEGG war ich schon einige Male vorher und fand diesen Ort stets wunderschön. Nach langen Aufenthalten im grauen, rauen Berlin glich das Ankommen im ZEGG dem Betreten eines kleinen Paradieses. Und an dem Tag, als ich ankam, ein sonniger Tag mit wolkenlosem Himmel, sah das ZEGG noch schöner aus als je zuvor. Nur ahnte ich nicht, dass ich genau hier, nur eine Woche später, eine der irrsinnigsten Erfahrungen meines Lebens machen sollte.

Kurz nachdem ich ankam, empfing ich eine Textnachricht von besagtem Felix und von etwas das sich Go&Change nannte. Er wollte sich mit mit mir treffen und über die Podiumsdiskussion reden. Ich antwortete ihm freundlich und war einverstanden. Aber als wir uns trafen, war es nicht das zwanglose, private Gespräch, das ich erwartet hatte. Stattdessen wurde ich sogleich in einen Kreis aus fünf oder sechs Leuten gesetzt. Ich dachte mir anfangs nicht viel dabei, aber es wurde schnell offensichtlich, dass dieser Typ irgendetwas von mir wollte und dass diese ganze Konstellation so aufgebaut war, um eben das zu bekommen. Jedoch liefen die Dinge nicht wie geplant.

Felix hat meine Bücher nicht zu Ende gelesen, wie er zugab, und konnte so nicht wissen, dass ich keinerlei Fetisch für Entwicklungsstufen hege und dass Kulte für mich eine ernstzunehmende totalitäre Gefahr der Zukunft darstellen. Er präsentierte Go&Change, von dem er so etwas wie ein Anführer war, als eng verbundene Gemeinschaft mit einer formalisierten sozialen Hierarchie, die auf der jeweiligen kognitiven Entwicklungsstufe der Mitglieder basiert. Ich dachte, das klingt nach einer verdammt schlechten Idee.[ii] Das Treffen ging danach eher bergab. Ich war froh, als es vorbei war und ich gehen konnte.

Später wurde mir klar, dass ich mitten in einer Gruppe aus Kultmitgliedern, in einem sogenannten „Wir-Raum“ saß (eine sozialpsychologische Gruppentechnik, die in einem kollektiven Miteinander tiefgehende Austauschprozesse generieren soll, oder so einen Quatsch). Wie auch immer, nach eingehender Betrachtung taufte ich es um in „Gaslighting-Kammer“. In den Händen der falschen Menschen ist das ein extrem effizientes Instrument der psychischen Manipulation.[iii]

Erst dachte ich, Felix Krolle sei lediglich irgendein Typ, der mir wieder irgendetwas verkaufen will. Das passiert ja ständig. Aber Felix wollte nicht nur irgendein Typ sein. Er versuchte wiederholt, sich nochmal mit mir zu treffen. Ich lehnte jedes Mal freundlich ab. Ich hatte einfach nicht genug Zeit, weil ich mich für meinen Vortrag vorbereiten wollte. Aber er gab nicht nach. Schließlich schrieb er mir, dass einer der Organisatoren des ZEGG Sommer Camps mich persönlich treffen wolle. Ich fand das etwas seltsam. Warum kann er mich dann nicht einfach persönlich kontaktieren? Ich rief diese Person an und vereinbarte ein Treffen. Wieder erwartete ich ein privates Gespräch unter vier Augen, aber als ich erschien, begleiteten uns drei andere Menschen inklusive Felix, dem ich wiederholt mitgeteilt hatte, dass ich keine Zeit habe.

Das Ganze fühlte sich nicht richtig an, aber ich ignorierte das achselzuckend und setzte mich mit ihnen zusammen. Ich dachte, wir würden gleich über die Podiumsdiskussion reden, aber stattdessen fingen sie an, sich über mich zu beschweren, weil ich zu wenig Zeit mit ihnen verbrächte und die ganze Zeit nur in meinem Zimmer wäre. Ich erwiderte, dass ich ihre Enttäuschung zwar verstehen kann, wenn sie sich eigentlich darauf gefreut haben, mich kennenzulernen, aber dass ich auch meine Rede vorbereiten muss und auch etwas Ruhe nach einer stressigen Zeit benötige. Unter normalen Menschen wäre diese Diskussion damit beendet – doch es ging noch weiter. Einer nach dem anderen fuhren sie fort sich zu beklagen in dem Versuch, Schuldgefühle in mir auszulösen. Felix insbesondere argumentierte sehr beharrlich, dass ich es der Gemeinschaft schuldig sei, ihr mehr zur Verfügung zu stehen.

Am Ende war ich einfach nur angepisst. Nie habe ich mich zu irgendetwas verpflichtet und ich schulde niemandem irgendetwas. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, es handele sich um nervige, gemeinschaftsbesessene Hippies, die nicht begreifen können, dass zu viel Socializing für manche eben kräftezehrend ist. Erst später verstand ich, dass sie mir näherkommen wollten, um mich für sie zu gewinnen.

Der Vorfall beim Abendessen

Bis dahin war ich nur Opfer eher kleinerer, subtilerer Manipulationen. Mein einziger Grund Felix Krolle und Go&Change zu vermeiden bestand darin, dass ich ihr Projekt eher uninteressant und Felix langweilig fand und etwas creepy in der Art und Weise, wie er hinter mir her war.[iv] Es brauchte eine Eskalation bei einem Tischgespräch beim Abendessen, bis ich endlich begriff, dass mit diesen Leuten ernsthaft was nicht stimmt.

Wie es oft bei mir der Fall ist, war ich erst zu konzentriert auf mein Essen, um zu bemerken, was um mich herum passierte. Aber irgendwo zwischen Suppe und Salat erwachte ich aus der tranceartigen Beschäftigung mit meinem Essen, als ein Freund von mir ziemlich boshaft von allen Seiten des Tisches attackiert wurde, nachdem er ein paar kritische Kommentare über die Rede von einem der führenden Organisatoren des Camps geäußert hat, welcher neben uns saß. Sie griffen jedoch nicht die Inhalte der Kritik meines Freundes an, sondern seine Persönlichkeit – beziehungsweise die angebliche Mangelhaftigkeit seiner Einstellung. Seine Kritik war nicht nur ungültig, sondern er hatte von Vornherein gar nicht das Recht überhaupt Kritik zu äußern. Wie könne er es wagen, ein angesehenes Mitglied des ZEGG zu kritisieren, nach allem, was dieser für die Welt getan habe, argumentierte Felix. Und wie könne mein junger Freund es auch nur nahelegen, dass er irgendetwas mitteilen kann, das für jemanden mit so vielen Jahren Erfahrung im entferntesten von Wert ist? Davon ausgehend gingen sie noch einen Schritt weiter und monierten über seine „Schatten“ und sein „Ego“. In einem Ton, den ich mir in einem Hippie-Camp nicht hätte vorstellen könne, beschuldigte Felix meinen Freund den besagten Organisator „auszusaugen“ und nannte ihn ein „Arschloch“. Mein Nervensystem war vollständig alarmiert und hochgefahren. Ich habe den Salat nie aufgegessen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich immer noch nicht voll begriffen, was hier vor sich geht. Aber es sollte klar sein, dass das typische Umgangsformen sind, die Kultmitglieder erwarten, wenn sie auf einer niedrigen Stufe in der sozialen Hierarchie stehen und die Anführer herausfordern. Und hier, an diesem Abendbrottisch, war der Senior ZEGG-Typ das Alphamännchen und muss vor jeglicher Kritik durch kollektive Einschüchterung abgeschirmt werden. Es war fast, als hätten die G&C-Leute, nachdem Felix den Angriff eröffnet hat, während des ganzen Vorfalls auf Autopilot geschaltet. Sie haben das vorher schon gemacht. Und sie waren gut darin.

Die Atmosphäre war spannungsgeladen und mein Freund tat mir leid, der so aussah, als wäre er von einem Auto überfahren worden. Es ist nachvollziehbar, dass er sich in einem kleinen Schockzustand befand, nachdem er so plötzlich von jeder Ecke des Tisches attackiert und degradiert wurde. Insbesondere wenn diejenigen Übung darin haben, Leute auseinanderzunehmen. Ich versuchte Felix in einen eher philosophischen Dialog zu verwickeln, um die Aufmerksamkeit von meinem Freund abzulenken. Es ist nicht überraschend, dass das nicht zu einem fruchtbaren intellektuellen Austausch führte, wie man hoffen könnte. Felix wies meine Argumentation zurück, da er sich, so behauptete er, auf einem höheren Level an kognitiver Komplexität befände, und ich nur verstehen könne, warum ich falsch liege, sobald ich sein Level ebenfalls erreicht habe. Felix beanspruchte für sich auf dem Level von „cross-paradigmatic“ zu sein (na klar, Junge)[v], und stand deshalb über jeglicher Kritik, die von uns restlichen kümmerlichen und unterentwickelten Wesen kommen könnte. Als weiterentwickelter Mensch liegt er automatisch richtig. Selbstverständlich hatte er allerdings die nötigen Werkzeuge, um uns in unserer Weiterentwicklung zu helfen, wenn wir ihm nur zuhören.

Trotz der Aussicht auf höhere Bewusstseinslevel hatte ich genug gehört und entschied mich zu gehen. Ich gebe zu, dass ich die Beherrschung verloren haben mag. Ich mag Felix gesagt haben, dass ich denke, dass er scheisse ist. Auch sagte ich ihm direkt, dass die Liebe über die er die ganze Zeit redete hohl ist und dass sie in seiner Gegenwart nirgends zu spüren ist, und dass seine Augen komplett tot aussehen.[vi] Sowas sagt man eigentlich niemandem. Aber ganz ehrlich – ich stehe immer noch zu diesen Worten.

Was auch immer sie bei G&C machen, es funktioniert nicht. Die meisten der Leute auf dem Sommercamp hatten diese leuchtende Hippie-Liebe, die aus ihren Augen strahlte und ihre Körpersprache strotzte vor Lebendigkeit und Energie. Es war ganz klar das es funktioniert, welche spirituelle und therapeutische Praktiken sie auch haben mögen. Und dann waren da die G&C-Leute: Lasche Körper, steinerne Gesichter, tote Augen, jederzeit bereit dich in Psycho-Jiu-Jitsu zu verwickeln, um ihre entwicklungsmäßige Überlegenheit zu behaupten.

Als ich den Tisch verließ und wegging, merkte ich nicht, dass Felix uns verfolgte. Kurz nachdem ich meinem Freund erzählte wie gruselig ich Felix finde, sah ich hinter mich und entdeckte ihn hinter uns herlaufend, nah genug um unserer Unterhaltung zu lauschen. Wenigstens wusste er nun, was ich über ihn dachte.

Dann ging ich auf mein Zimmer und googelte Go&Change:

„Esoterische Psycho-Sekte auf Fusion-Kinderspace?“

https://forum.kulturkosmos.de/viewtopic.php?t=29080

Razzia bei Gemeinschaft “Go&Change” in Lülsfeld

https://www.br.de/nachrichten/bayern/razzia-bei-gemeinschaft-goandchange-in-luelsfeld,SNyKr8s

Psychodruck und sexualisierte Gewalt in ehemaligem Kloster?

https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/psychodruck-und-sexualisierte-gewalt-in-ehemaligem-kloster-art-10449309

Hier ein paar Ausschnitte aus diesem Artikel (meine Hervorhebungen):

 

In den vergangenen Monaten wenden sich mehrere Frauen und Männer an die Redaktion: ehemalige Mitglieder von “Go&Change”. In der Gemeinschaft gebe es “Psychoterror” und “Gehirnwäsche“, berichten sie unabhängig voneinander. Sie erzählen von alles kontrollierenden Anführern und sexualisierter Gewalt als “Therapie”. Besuch von Angehörigen sei meist nicht gerne gesehen. Fast alle Aussteiger wollen anonym bleiben. Vor allem die Aussteigerinnen haben große Angst.

 

Sadomaso-Sex” sei ebenfalls Teil einer “Therapie” von K.K., der sich laut Aussteigern selbst als “Heiler” bezeichnet. Dabei soll die Persönlichkeit von ihren “Schatten” kuriert werden. Diese Art der “Behandlung” finde in einem “Sex-Raum” im oberen Stockwerk von “Maria Schnee” statt. Die Frauen erzählen, dass einige dabei Verletzungen erlitten hätten, eine Frau sogar sehr schwere körperliche Verwundungen. Auf die Anfrage der Redaktion, was es mit den beschriebenen Sex-Therapien auf sich habe, antwortet “Go&Change” nicht. Das sei „unsere Privatsache”, so Krolle. Dementiert wird der Vorwurf nicht.

 

Heute bedauert Ralf B. sein Vertrauen, das er “Go&Change” entgegengebracht hat. Erholt habe sich seine Frau dort nicht. Im Gegenteil. “Sie ist durch die Hölle gegangen”, sagt Ralf B.; er hat es mitverfolgt. Er traf seine Frau während ihres Aufenthalts regelmäßig. Bis heute habe sie die Erfahrungen innerhalb der Klostermauern nicht verarbeitet. Momentan befindet sich die 45-Jährige in therapeutischer Behandlung.

 

Ralf B. erzählt von Schlafentzug durch “Prozess-Nächte” mit Gruppensitzungen und von massiven verbalen Beleidigungen seiner Frau gegenüber. Sie habe ihrem Mann von einer Strichliste berichtet, in der vermeintliche Verfehlungen einer Person gezählt worden seien. Von ihrer Isolierung in einer speziellen Gruppe für “narzisstische Frauen” als Strafmaßnahme. Und von finanzieller Kontrolle der Mitglieder. Drogen sollen zudem im Spiel gewesen sein: LSD und Ecstasy. “Weil man durch sie mehr von sich preis gibt”, meint Ralf B. Die anderen Aussteigerinnen und Aussteiger bestätigen das. Ralf B. habe zudem bei einem Besuch beobachtet, dass Drogen bewusst eingesetzt und gezielt an Einzelne ausgegeben worden seien. Ralf B. beschreibt, dass seine Frau die Gruppensitzungen als Folter empfunden habe. “Danach ist man fertig”, sagt er. Manchmal habe die Runde die ganze Nacht gedauert. Ohne Schlaf hätten alle wieder an die Arbeit gemusst, in der sie fest eingeteilt seien: in Küche oder Garten, zum Spüldienst, zum Kochen, zum Putzen. Andere konnten ihr handwerkliches Geschick einbringen.

 

Laut Lohmayer würden in der Gemeinschaft methodische Instrumente aus dem Feld der Psychologie wie zum Beispiel “Integrale Strukturaufstellungen mit Tiefenanalyse” eingesetzt, die hier jedoch ohne anerkannte psychotherapeutische Qualifikation angewandt würden. Für ihn ist “Go&Change” eine “Psychogruppe mit hohem Konfliktpotential”. Er sagt: “Gruppendynamische Prozesse, Leitungs- und Machtstrukturen, Sozialkontrolle, totales Engagement, Trennung vom bisherigen sozialen Umfeld” seien immer wieder Thema in den Beratungsgesprächen, die er mit Aussteigern und Angehörigen geführt habe. “Man muss sich den gruppendynamischen Zusammenhang so vorstellen”, erläutert Lohmayer: “Je mehr ich von einer Person weiß gerade auch in sexueller und partnerschaftlicher Hinsicht, umso mehr Macht gewinne ich über sie, desto steuerbarer wird sie und desto verletzlicher wird sie letztendlich.“

 

Im März 2019 fällt ein Einjähriger in einen Löschteich in der Nähe des Klosters und stirbt später in einem Krankenhaus in München. Wie sich herausstellt, war das Kind zu Besuch bei “Go&Change” und wurde von Mitgliedern der Gemeinschaft beaufsichtigt. Wie die Staatsanwaltschaft Schweinfurt auf Nachfrage mitteilt, sei “gegen drei Personen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt” worden. Inzwischen wurden gegen die Beschuldigten Geldstrafen von 120 Tagessätzen verhängt, “die Strafbefehle sind rechtskräftig”. Bereits vier Wochen zuvor war ein Säugling aus dem Umfeld von “Go&Change” bei einem Spaziergang gestorben. Hier lag laut Staatsanwaltschaft “eine natürliche Todesursache” vor, ein Verfahren wurde eingestellt.

  

Oh, und wenn das noch nicht alarmierend genug ist, hier ein paar Google Reviews (wieder mit meinen Hervorhebungen):

 

Achtung!!! Ich verstehe die Sehnsucht nach liebevoller Gemeinschaft, doch macht nicht den Fehler sich dieser Glaubensgemeinschaft anzuschließen. Bei Go & Change handelt es sich definitiv um eine Sektenartige Gruppierung. Hier wird systematisch der Kontakt zur Außenwelt gekappt. Man soll sich von Freunden/Familie die kritisch sind distanzieren, es gibt deutliche Hierarchien und angebliche Energiearbeit/Psychotherapie welche im Endeffekt Brainwashing ist. teilweise werden hier Familien aufgelöst, Kinder von ihren Eltern getrennt und was weiß ich noch alles, und das Alles geschieht nach dem Gusto der “Anführer” namens Felix und Kai welche sich selber jegliche Freiheit nehmen können während die “Bewohner” strengen Tages und Arbeitsrhytmen unterliegen. Ich habe leider einen Freund an diese “Gemeinschaft” verloren. Einige weitere Freunde haben zum Glück rechtzeitig den Absprung geschafft. Ich habe mittlerweile auch von einigen anderen Aussteigern Berichte gehört die eindeutig auf Sekte und Brainwashing hinweisen. Natürlich gibt es dort Praktiken die funktionieren und einem zunächst suggerieren das es richtig ist was dort vermittelt wird oder man über sich selbst lernt, auch ist mit sicherheit nicht alles schlecht was dort passiert. Auf Dauer soll und wird aber eine Abhängigkeit und ein Machtgefälle erzeugt welches in einer Art Ohnmacht endet. So richtig bewusst wird es vielen Aussteigern erst nachdem sie davon weg sind. Ich rate zu äußerster Vorsicht und wünsche allen Menschen hier das Beste.

—fex cnrd

 

Diese Gemeinschaft hat für mich etwas von einer Psychosekte.

Tut mir Leid das sagen zu müssen, aber ich mags auch nicht verschweigen.

Starke Manipulation durch sowas wie : “wir denken alle, dass du…” und “wir möchten dir spiegeln, dass…” dann wird diskutiert, “bis alle dieselbe Perspektive haben”, zur Not die ganze Nacht durch, aber “durch wenig Schlaf hat man auch weniger innere Widerstände”. Du wirst angehalten nicht alleine zu essen, darfst dich auch nicht im Speiseraum gesondert setzen, denn “wenn man sich absondert, wachsen die Schatten”. Idee ist, konstant mit anderen Menschen zu sein, weil ein Mensch nur in der Gemeinschaft fähig sei, seine Schattenseiten zu transformieren. Innere Hirarchie gemischt mit Polyamorie – ” ich mach dir sofort ein Kind, wenn du diese Themen transformiert hast.”

Uiuiuiuiui… passt gut auf euch auf : )

—silvia mittelstaedt

 

Bei Go&Change ist die innere Prozess- und Schattenarbeit Kern der Gemeinschaft. Es gibt eine offizielle 7 stufige Hierarchie in die alle Bewohner eingestuft werden, in der obersten Gruppe sind die Beiden Gründer Felix und Kai. Ein gängiges Mittel ist das “Spiegeln”, wobei dir dein Verhalten und Verhaltensmuster gespiegelt werden, jedoch wird ausschließlich von Ranghöheren an niedrigere Mitglieder gespiegelt, welche dessen Urteile scheinbar uneingeschränkt annehmen. Es gibt eine  Tagesstruktur mit Aktivitäten und Arbeiten zu denen alle Bewohner verpflichtet sind, außer die Ranghöheren Gruppen.

Ich erlebte einen Mann dem wegen zuspätkommen zu einer Aktivität mit einer Disziplinarmaßnahme (1Std. in einem Raum sitzen) gedroht wurde. Außerdem wurde ein Mensch dafür gelobt, dass er 54 Std. wach war, da dies als liebevoll der Gemeinschaft gegenüber gewertet wird. Seine Frau wurde kritisiert ihn nicht genug dafür Wertzuschätzen.

Auch einiges was ich gehört habe, z.B. die Trennung von Eltern und Kindern, stärken das Bild das hier Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen werden und Menschen entmächtigt.

Allen Menschen die in der Gemeinschaft wohnen oder sich in Annäherung befinden wünsche ich hinterfragen zu können, ob dass was diese Gruppierung ihnen gibt es Wert es was sie ihnen nimmt, Ihre Selbstbestimmung und Selbstachtung.

Allen die sich dafür Interessieren rate ich zu Vorsicht und immer der eigenen Wahrnehmung am meisten zu trauen.

—Markus XX

 

Ich halte diesen Ort für sehr destruktiv. Ausgeprägte Hierarchien, große Egos, Untergrabung von Selbstbestimmtheit und Individualität, Abwertung von Gefühlen und der Stimme des Herzens, psychologische Manipulation und das alles unter dem Deckmantel der “Liebe”.

—Sarah D

 

Dieser Ort hat meine Grenzen überschritten.

—Noar Blume

 

Ach du heilige Scheiße!

Das sind ziemlich schlechte Rezensionen. Und ich meine, sie kriegen jetzt nicht einen Stern, weil sie mittelmäßiges Essen servieren und die Workshops langweilig waren. Diese Anschuldigungen sind verdammt schwerwiegend. Go&Change ist ein Ort, an dem Menschen verletzt werden.

Und als wäre das nicht genug, erwähnt der Artikel aus der Main-Post auch noch zwei tote Kinder. Zwei. Tote. Kinder.

Ich bin mit Leuten in Kontakt gekommen, die G&C sehr nahe standen und das bestätigten. Es ist in der Tat passiert und G&C hat es niemals verleugnet, dass zwei Kinder bei zwei verschiedenen Vorfällen ums Leben gekommen sind. Natürlich Unfälle.

Klar, es kann mal etwas gewaltig schief gehen. Aber zweimal? Innerhalb desselben Jahres? In einem Land mit einer der niedrigsten Kindersterblichkeit auf der Welt? Hmm. Ich verdächtige sie jetzt nicht, dass sie diese Kinder töten wollten. Allerdings scheint mir G&C kein sicherer Ort für Kinder zu sein. Der Grund dafür könnte darin liegen, dass die Erwachsenen viel zu sehr mit krankem Sektenkram beschäftigt sind, anstatt sich um die Kinder zu kümmern.

Diese ganze Geschichte war plötzlich nicht mehr nur unheimlich, sondern geradezu furchteinflößend.

Was tun?

Hier bin ich nun, ich kleiner Mann, drauf und dran eine Podiumsdiskussion mit einem Anführer einer Psychosekte zu haben, ausgerüstet mit genügend dunklen Jedi-Psycho-Tricks, um eine Gemeinschaft von 40 Menschen zu kontrollieren. Und ich habe es gerade hinbekommen, ihn so richtig zu verärgern. Und ihn super gruselig zu nennen, als er gerade zuhörte.

Für mich war jegliche Möglichkeit an dieser Veranstaltung teilzunehmen gestorben. Ich wäre am liebsten auf der Stelle verschwunden, aber das konnte ich auch nicht machen. Jedenfalls nicht ohne zu erklären warum. Ich musste eine öffentliche Stellungnahme verfassen und so die Menschen warnen. Aber bevor ich das machte, dachte ich naiverweise, ich könnte G&C irgendwie aus dem ZEGG kriegen, indem ich die Organisatoren des Sommercamps damit konfrontiere, was ich über G&C herausgefunden habe und ihnen ein Ultimatum stelle: Entweder stoppen sie die Kooperation mit G&C und bitten sie höflich zu gehen oder ich schreibe eine öffentliche Stellungnahme und veröffentliche einen Artikel, in dem ich die Leute warne, dass das ZEGG mit einer gefährlichen Sekte kooperiert.

Im Anschluss an den Vorfall beim Abendessen redete ich mit vielen Bewohner:innen des ZEGG über diese Dinge. Ich fand heraus, dass die meisten G&C gegenüber sehr kritisch eingestellt waren und und nur eine kleine Gruppe G&C befürworteten. Unglücklicherweise bestand diese kleine Minderheit aus vielen der angesehensten Mitglieder des Ökodorfs. Leute mit viel Einfluss und mit viel Hingabe für das ganze Projekt. Von den Organisatoren waren bis auf wenige Ausnahmen alle eng mit G&C verbunden. Später ist mir klargeworden, dass das ganze Sommercamp eine große Werbeaktion für G&C war. Die Organisatoren hatten die Mitglieder des ZEGG nicht um Erlaubnis dafür gefragt, weil sie wussten, dass G&C innerhalb der Gemeinschaft eher unbeliebt ist. Und tatsächlich: dass Felix Krolle sich beteiligen würde, wurde erst einige Tage vor Beginn des Sommercamps bekanntgegeben.

Wenige Leute wussten also, dass das Sommercamp im Prinzip eine G&C-Veranstaltung ist. Allmählich und in kleinen Schritten wurde immer klarer, was hier vor sich ging. Mehr und mehr G&C Inhalte wurden hier und da eingeschleust und mit jedem Tag wurden die Loblieder auf G&C und Felix Krolle lauter und deutlicher. Eine Frau schoss etwas über das Ziel hinaus, indem sie G&C in den Himmel lobte und anfing etwas zuviel darüber zu verraten, wie sehr sie es liebt ihr ganzes Geld und alle Entscheidungsgewalt G&C zu geben (du kannst diesen Talk hier nachsehen: https://sommercamp.zegg.de/de/live.html#day-6). Die Podiumsdiskussion mit Felix Krolle sollte dann natürlich so etwas wie den Höhepunkt der ganzen Show darstellen. Ich schätze meine Rolle bestand hauptsächlich darin, ihm durch meine Anwesenheit mehr Legitimität zu verleihen und hoffentlich ganz begeistert über G&C zu sein, weil sie es hinbekommen haben, mich von ihrem fantastischen, tollen Projekt zu überzeugen.

Bevor ich mein Statement veröffentlichte, traf ich zwei der führenden ZEGG Organisatoren. Im ersten Treffen spürte ich einen kleinen Hoffnungsschimmer. Es war, als konnte ich den Zweifel in ihren Augen aufflackern sehen, als ich von meinen Erkenntnissen erzählte und sie davor warnte, in was sie drauf und dran waren sich zu verstricken. Sie willigten ein, darüber nachzudenken und wollten mich tags darauf treffen. Aber die Offenheit, die ich im ersten Treffen wahrgenommen habe, war vollständig verschwunden am nächsten Tag. Ganz unspektakulär wurden wir uns schnell darüber klar, dass wir voneinander weit entfernt waren und es keine Optionen geben würde, der beide Seiten zustimmen könnten. Also wurde ich aus dem Programm genommen und ich veröffentlichte mein Statement am nächsten Morgen.[vii]

Aus Berücksichtigung aller anderen ZEGG-Bewohner:innen gab ich der Gemeinschaft zwei Monate Zeit, um sich offiziell von G&C zu distanzieren, bevor ich einen Artikel über meine Erfahrungen schreiben würde. Nun sind zwei Monate vergangen und obwohl sie jüngst zugestimmt haben, auf dem nächsten Sommercamp nicht mehr mit G&C kooperieren zu wollen, gab es keine öffentliche Bekanntmachung bezüglich G&C. Das ZEGG ist immer noch ein offizieller Partner von G&C, wie man es der Webseite entnehmen kann: https://goandchange.de/kooperation/

Eine Freundin erzählte mir, dass sie Felix Krolle vor ein paar Wochen im ZEGG getroffen hat. Daher muss ich daraus schlussfolgern, dass das ZEGG weiterhin von G&C unterlaufen wird und daher kein vollständig sicherer Ort für Besucher:innen ist. Also wie versprochen nun der Artikel über diese ganze Sauerei. Ich hatte wirklich gehofft, dass es anders kommen würde, doch leider ist nun hier dieser Artikel.

Was mich am meisten ärgert an dem Ganzen sind nicht so sehr die unangenehmen Begegnungen im Sommercamp. Es ist eher die Unaufrichtigkeit, mit der ich ein Problem habe. Zunächst einmal bin ich nie über die Beteiligung von G&C informiert worden, geschweige denn über die kontroversen Hintergründe von G&C oder dass das Sommercamp dafür da war, diese Organisation zu promoten. Noch schlimmer allerdings ist, dass der Vortrag, den ich halten sollte Teil des großen Plans war, für G&C zu werben und sie zu rechtfertigen; ein Vortrag über verschiedene Entwicklungsstufen kognitiver Komplexität, was genau das ist, was G&C pervertiert und missbraucht, um soziale Hierarchien in ihrer Gemeinschaft zu legitimieren – ohne dass ich irgendetwas davon wusste. Glücklicherweise hatte ich ein Bauchgefühl, dass an dieser Stelle über das „Model of Hierarchical Complexity (MHC)“ zu reden eine schlechte Idee wäre. Stattdessen redete ich über die Vision einer „Listening Society“. Ich wurde eh nicht bezahlt und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Leute mehr Spaß an diesem Thema hatten. Der Vortrag lief übrigens gut und ich habe alle Bücher verkauft, die ich mit hatte. Yay.

Abgesehen von Felix, zweier Organisatoren und meiner Wenigkeit, war eine fünfte Person in der Podiumsdiskussion vorgesehen, ein integraler Typ namens Rolf Lütterbeck. Da ich nicht wusste, wer er war und da ich naiv annahm, dass er genauso unwissend war, wie ich gewesen bin, sendete ich ihm eine Email, in der ich ihn warnte, mit wem er es auf der Podiumsdiskussion zu tun hatte. Das wäre die einzig angemessene Reaktion dachte ich: ihm eine Chance zu geben, seine Haltung noch einmal zu verändern, bevor ich meine Stellungnahme veröffentliche. Wieder einmal habe ich meine verdammten Hausaufgaben, Leute vorher zu recherchieren, nicht gemacht. Kurz danach erzählte mir jemand, dass er Felix’ alter Mentor ist und nun ein großer Unterstützer von G&C.

Die sogenannte Podiumsdiskussion war also nichts anderes als Felix Krolles Fanclub. Und ich mittendrin. Wäre nett gewesen, das vorher zu wissen.

Aus dem ZEGG rausgeworfen

So, und bevor ich es vergesse. Ich habe immer noch nicht erzählt, was denn nun eine dieser irrsinnigsten Erfahrungen meines Lebens war, die ich eingangs erwähnte. Wie ich das ZEGG nun verließ, lief nicht völlig friedlich ab. Tatsächlich wurden ich und meine Verlobte rausgeworfen und es wurde fast körperlich.

Die Organisatoren, mit denen ich die oben erwähnten Treffen hatte, baten mich am nächsten Tag abzureisen. Ich sagte zu. Aber als ich am folgenden Tag aufwachte, hatte ich Kopfschmerzen, also änderte ich meine Pläne und verschob unsere Abreise auf den nächsten Morgen. Ich habe ihre Bitte nicht als Ultimatum verstanden und da ich mich insgesamt doch recht willkommen im ZEGG fühlte, nicht zuletzt durch viele Leute, die mich fragten, ob ich nicht länger bleiben könne, dachte ich nicht lange darüber nach. Hinzu kommt, dass ich mich an diesem Tag sowieso nicht danach fühlte, als könnte ich an irgendwelchen Veranstaltungen teilnehmen. Ich wollte nur in meinem Raum und in dem ansässigen Café bzw. Kneipe chillen.

Obwohl ich mich eigentlich entspannen wollte, verbrachte ich dann doch einen Großteil des Tages damit, mit Menschen zu reden. Viele der ZEGG-Leute waren erschüttert darüber, dass das Sommercamp so ausgenutzt wird und waren froh, dass ich klar gegen G&C Stellung bezog. Viele wussten gar nicht, was los war und waren begierig darauf zu erfahren, was ich rausgefunden hatte. Ich sah es als meine Pflicht, die Menschen zu informieren, kann aber verstehen, dass man das auch als provokativ interpretieren kann. Andererseits: wie könnte ich diese Informationen vorenthalten, wenn ich sie selbst so wichtig fand? Ich habe nicht aktiv Leute aufgesucht, sie kamen zu mir.

Bevor wir ins Bett gingen, wollten meine Verlobte und ich noch ein Feierabend-Bier trinken in der Kneipe. Auf dem Weg dahin wurden wir wieder unterwegs aufgehalten von Leuten, die mit uns reden wollten und gut fanden, was wir getan hatten. Wir unterhielten uns für eine Weile und gerade als wir uns verabschieden wollten, stürmten zwei der Organisatoren auf uns zu. Es wurde sehr schnell ungemütlich und wir wurden sehr bestimmt dazu aufgefordert, das Ökodorf umgehend zu verlassen. Erst weigerte ich mich, aber nach einem extrem aggressiven verbalen Wortgefecht entschied ich mich dazu, dass es das nicht wert war. Lieber eine stundenlange Zugreise mit Kopfschmerzen, als noch länger in diesem Irrenhaus.

Der Blick der einen Frau war mörderisch, als wären ihre Augen komplett schwarz geworden. Ich habe noch nie vorher was Vergleichbares erlebt. Sie schrie eine der anderen Frauen an, mit der wir uns eben unterhalten hatten, dass sie hier nicht mit ihren „Hundeaugen“ dastehen solle, was auch immer sie damit meinte und sagte ihr, dass sie sich aus dieser ganzen Sache raushalten solle, da sie noch nicht einmal ein richtiges Mitglied im ZEGG sei. Als wir uns dazu entschieden, zu gehen und nun unsere Taschen zu packen, stellte sie sich vor mich und blockierte den Weg und schrie uns an, dass wir ihr die Schlüssel geben sollten und dass sie das Zeug rausholen würde. Als wir uns weigerten und ihr sagten, dass wir nicht wollen, dass sie durch unsere privaten Sachen wühlt, einschließlich so sensibler Dinge wie Computer und Notebooks, wollte sie mich verdammt noch mal packen und mich dazu zwingen.

Die Irrsinnigkeit dieser Situation bestand nicht so sehr in diesem Streit an sich, sondern in der Art und Weise, wie diese ältere Frau, erzürnt durch ihren Hass, als wäre sie von einem üblen Dämon besessen, dazu bereit war, einen jüngeren, stärkeren Mann in einen Faustkampf zu verwickeln. Es mag vielleicht relativ trivial klingen, wenn ich darüber schreibe. Aber es war dieser rapide Wandel vom Gesicht einer lieben Hippie-Frau, dass sich in eines deformierte, dass aus purem Zorn und Hass zu bestehen schien, mit einem Blick, der töten könnte, der diese Erfahrung so derart wahnwitzig werden ließ. Wie in einem dieser Filme, in denen sich die netten, lächelnden Hippies plötzlich in hirngewaschene Mördermaschinen verwandeln, wenn die Außenstehenden schließlich herausfinden, was wirklich vor sich geht.

Erst als ich dann richtig laut geworden bin, das einzige Mal, und sie fragte, ob sie jetzt gewalttätig werden will, ließ sie los und wich endlich zurück. Wir gingen zurück in unser Zimmer, aber diese Frau folgte uns und versuchte körperlich möglichst nah bei meiner Verlobten zu bleiben. Nur dank der zwei Frauen, mit denen wir uns eben unterhalten hatten, die sie beim Arm nahmen und sie vor der verrückten Frau abschirmten, konnte sie überhaupt in unser Zimmer rein. Wiederholt baten wir die Frau zu gehen, und versicherten ihr dabei, dass wir jetzt nach Hause gehen würden, aber sie weigerte sich und wollte sogar mit ins Zimmer hinein kommen, während sie fauchte, dass sie nicht „wie ein Hund“ draußen warten würde. Ich weiß auch nicht, was sie an dem Tag mit Hunden hatte.

Die beiden anderen halfen uns drinnen, ohne dass die Verrückte reinkam. Nachdem wir uns wenige Minuten von diesem Vorfall erholten, packten wir unsere Sachen und verließen das Dorf. Wie angekündigt, wartete die Frau nicht draußen.

Vergewaltigungen und tote Kinder

Nach dem Sommercamp kontaktieren mich verschiedene Menschen, die meine Stellungnahme gelesen hatten oder anderweitig gehört hatten, was passiert war. In den folgenden Wochen verbrachte ich viel Zeit damit, mir ihre Aussagen dazu anzuhören, welche alles in allem meinen Eindruck bestätigten, dass G&C ein sehr gefährlicher Kult ist.

Von den vielen Leuten, mit denen ich gesprochen hatte, haben besonders zwei einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die erste ist eine Therapeutin, die aktuell einige G&C-Opfer behandelt. Leider kann sie mit den Aussagen ihrer Patient:innen nicht an die Öffentlichkeit gehen, da sie sonst  das Patientengeheimnis verletzen würde. Was mir jedenfalls erzählt wurde, stimmt mit dem Bild von Gehirnwäsche, sexuellem Missbrauch und Gewalt überein, dass ich an anderen Stellen gehört oder gelesen hatte. Die zweite Person ist Sebastian Stark, der ebenfalls im Main-Post-Artikel erwähnt worden ist.

Sebastian Stark ist seit Jahren in der sogenannten “Integralen Bewegung” aktiv, eine Szene, zu der sich auch “Go&Change” rechnet. Er kennt auch K.K. und Krolle schon lange, sei mehrfach in Lülsfeld gewesen. Er bestätigt im Gespräch mit der Redaktion die Schilderungen der Aussteiger:Sex als „Behandlung”, Drogenmissbrauch und eine psychische und finanzielle Abhängigkeit der Gemeinschaftsmitglieder. Er spricht von einer “permanenten totalitären psychotherapieartigen Arbeit” im Kloster. Starks Einschätzung: „Da werden Menschen kaputtgemacht, gleichgeschaltet und traumatisiert.“

Vor zehn Jahren initiierte Sebastian Stark ein Netzwerk aus jungen integralen Menschen, dass IMOVE heißt. Hier lernte er Felix kennen. Anfangs, so erzählte er mir, war Felix einfach nur ein nerdiger Junge, der Freunde suchte. Jahrelang waren die beiden enge Freunde, die zusammen diese transformative Bewegung innerhalb der integralen Szene in Deutschland aufbauten. Das änderte sich allerdings, als Felix einen Typen namens Kai Krischik kennenlernte, was dazu führte, dass sie sich zusammen von der Bewegung abspalteten und Go&Change starteten. Nun begannen Felix und Kai all die Dinge, gegen die sich Sebastian entschieden aussprach, wie der Gebrauch von psychedelischen Substanzen, Gruppensex und Schattenarbeit ohne Einverständnis. Nach und nach entwickelte sich das ganze immer mehr in Richtung einer Sekte, mit typischen Elementen wie einer festen sozialen Hierarchie, einem Guru mit Sonderstatus (diesen Job bekam Kai) und verschiedenen Methoden zur psychischen Manipulation.

Die Story, die Sebastian mir über Kai erzählte, die er wiederum von anderen G&C-Mitgliedern gehört hat, klingt beinahe erfunden. Ich gehe an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail, aber kurz gefasst ist Kai in einem Kinderheim aufgewachsen. Als er später bei der Bundeswehr war, wurde ihm irgendetwas injiziert, das allerdings dazu führte, dass er fünf Jahre lang bettlägerig geworden ist. In dieser Zeit hat er stark zugenommen und studierte alle möglichen Arten von Manipulationstechniken, wie man Körpersprache liest, Neurolinguistisches Programmieren, Pick-Up-Artistry und Schamanismus. Letztlich kultivierte er also eine Guru-Persönlichkeit und startete dann G&C gemeinsam mit Felix. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber für mich klingt das nach einem perfekten Comic-Bösewicht. Oh, und scheinbar mag er es sehr, riesige Dildos in menschliche Aushöhlungen zu rammen. Er behauptet eine Art Heiler sein, wenn man den blumigen Geschichten Glauben schenken mag. Offenbar heilt er Menschen mit diesen Dildos. Einer Frau wurden ernsthafte Verletzungen an ihren Genitalien zugefügt. Go&Change dementiert diese Geschichte nicht, sondern stellt dazu lediglich fest, dass das eine Privatangelegenheit sei.

Mir wurde auch erzählt, dass sie viel Wert darauf legen, die Paare voneinander zu trennen, wenn sie bei G&C ankommen. Zu Beginn werden neue Frauen mit Liebe geradezu bombardiert und man lässt sie glauben, dass sie einen ganz besonderen „Prinzessinnen“-Status haben, weil sie ja soviel positive Anerkennung bekommen, insbesondere vom höchststehenden Männchen in der Gruppe, dem Guru. Ein paar Wochen, nachdem sie angekommen sind, wird ihnen üblicherweise erzählt, dass sie noch schlimme Probleme mit eigenen Schatten hätten und daher psychosexuelle Heilung von, du ahnst es bereits, Kai dem Guru brauchen. Standard für Sekten. Originell an G&C jedoch ist, dass der Mann dazu gedrängt wird, Sex mit anderen Männern in der Gemeinschaft zu haben. Die Intention dahinter ist natürlich die Beziehung des Paares zu schwächen, sodass es leichter wird, beide zu kontrollieren. Denn sehr wenige heterosexuelle Beziehungen profitieren davon, wenn die Frau, welche denkt, dass sie die neue Prinzessin ist, vom Guru gefickt wird, während der Mann von einem Haufen anderer Männer in den Arsch gefickt wird, egal ob er drauf steht oder nicht.

Alles typisch Sexkult. Sie haben alle möglichen Erklärungen dafür, warum das nötig ist: Schattenarbeit, das Transzendieren des Egos, die heteronormative Konditionierung zu durchbrechen usw. Aber das Ende vom Lied ist immer, dass der Guru deine Frau fickt. Und bei G&C wirst du als Mann ebenfalls so richtig durchgenommen – wörtlich und im übertragenen Sinne.

Neben Sex benutzt G&C noch andere Methoden wie Schlafentzug und Drogen, um die Mitglieder zu manipulieren und zu kontrollieren. Menschen vom Schlaf abzuhalten, ihnen verschiedene Substanzen wie LSD oder MDMA aufzudrängen, um dann Sex auf eine Art und Weise mit ihnen zu haben, dem sie anderweitig niemals zustimmen würden. All das öffnet Tore für Manipulation auf einem ganz anderen Level – du kannst hier deine Psyche zerstören lassen, wenn du das wünschst. Ich meine, alles was ich gehört habe, was sie bei G&C tun, klingt wie kranker CIA-Scheiß.

Wenn Sex auf Drogen dein Ding ist, werde ich das nicht verurteilen, aber wenn du einen Ort suchst, an dem du dich spirituell entwickeln kannst und du wirst stattdessen durch die Gruppe dazu gedrängt Psychedelika zu nehmen und der Guru und jeder andere fickt dich, während du wild am trippen bist, dann ist es schwer hier von Konsens zu sprechen. Und Sex ohne Konsens, nun ja, das heißt auf gut deutsch Vergewaltigung.

Das Schlimmste war allerdings, als wir anfingen über die Kinder zu sprechen. Ich fragte, ob es richtig sei, dass zwei Kinder gestorben sind. Sebastian bestätigte das. Dann sprachen wir über die Kinder, die dort lebten. Er sagte, es wären etwa zehn gewesen, als er das letzte Mal da war. Er fügte hinzu, dass die Kinder dort von den Erwachsenen getrennt werden, etwas, dass ich auch schon von anderen gehört hatte, und dass sie in einem separaten Zimmer leben und es ihnen nicht erlaubt war, frei herumzustromern und sich unter die Erwachsenen zu mischen. Der Grund dafür war, dass man die Kinder „egolos“ aufwachsen lassen wolle und verhindern wolle, dass die Egos der Kinder die Eltern manipulieren oder irgendsoein wahnsinniger Quark. In Wirklicht geht es darum, dass man viel leichter zu kontrollieren ist, wenn die emotionale Bindung zu den Kindern möglichst geschwächt ist.

Und als wäre die Trennung der Kinder von den Eltern nicht schlimm genug – die Geschichte eines der Paare, die ihr Kind verloren haben ist absolut geisteskrank. Um zu verhindern, dass die Eltern einen Moment der Klarheit bei der Beerdigung haben und womöglich realisieren, wo sie hier gerade reingeraten sind, wurden sie dazu genötigt, LSD zu nehmen und an einer Sexorgie teilzunehmen, während sie gleichzeitig auf Schlafentzug waren – und dass in der Nacht vor der Beerdigung ihres eigenen Kindes. Das ist echt kranker Scheiß.[viii]

So zerbricht man Menschen.

Das ZEGG muss gegen Sekten geimpft werden

Also folgendes muss passieren: Entweder endet alle Kooperation zwischen dem ZEGG und G&C und allen Mitgliedern von G&C wird der Zutritt zum ZEGG untersagt, oder das ZEGG wird zu einer Hochburg von G&C.

Auch wenn es aktuell nur eine kleine Minderheit im ZEGG ist, die bei G&C sind, besteht diese Minderheit doch aus angesehenen Mitgliedern der Gemeinschaft, die alle eifrig dabei sind G&C zu promoten. Das wird es der Mehrheit der anderen Mitglieder im ZEGG schwer machen, ihnen langfristig etwas entgegenzusetzen. Wie es bei Sekten so oft der Fall ist, glauben sie ja, die ultimative Wahrheit gefunden zu haben und dass sie die Welt retten werden. Daher werden ihnen ein paar gefallene Späne egal sein. Zusätzlich haben sie dieses selbstgerechte Wir-gegen-Die-Ding am laufen. Wenn du ihnen Widerstand leistest, bestätigt das ihre Auserwähltheit und sie kämpfen für die gerechte Sache. Sie werden high vom Streit. Normale Menschen werden von solchem Unsinn müde. Am Ende werden mehr und mehr Leute vom permanenten Konflikt ermüden und aus dem ZEGG ausziehen und so das Feld G&C überlassen.

Wenn daher G&C erlaubt wird, weiter ihren Aktivitäten nachzugehen, zu intrigieren, zu planen und zu manipulieren bei jeder sich bietenden Möglichkeit, werden sie sich letztlich durchsetzen. Also allen Sektierern da draußen: Glückwunsch, der Sieg ist nah.

Das Ding ist, Leute wie die essen glückliche Hippies zum Frühstück. Sie benutzen ihre Werte der Offenheit und des Vertrauens gegen sie: „bitte vertrau mir“, „es ist für dein eigenes Wohl“, „warum hörst du mir nicht zu“, „sei nicht so herablassend“, „sei offen für neue Ideen“ und so weiter. Dadurch, dass sie immer lieb, herzlich und offen für neue Dinge sein wollen, haben Hippies wenige Verteidigungsmöglichkeiten gegen fähige Manipulateure. Wenn ein Team dreckig und brutal spielt, während das andere darauf besteht, immer nett zu spielen, oder das Spiel überhaupt gar nicht spielen will, dann stehen die Chancen überproportional gut für das Erstere. Letztere werden nicht mal mitkriegen, was sie geschlagen hat.

Da sie aus der integralen Szene kommen, weiß G&C wie sie mit diesen Leuten umgehen müssen. Zunächst einmal tendieren Integralos dazu, alles übermäßig zu intellektualisieren, sodass selbst die einfachsten Wahrheiten in einem Lärm aus toll klingenden Wörtern versinken. Ich habe außerdem wahrgenommen, dass immer etwas von „Des Kaisers neue Kleider“ in den Reaktionen von intelligenten Menschen auf G&C mitschwingt: keiner will derjenige sein, der nicht weit genug entwickelt ist, zu wenig erleuchtet und schlicht zu dumm, um die höhere Gesinnung dieser prächtig entwickelten G&C-Leute zu begreifen. Am wichtigsten jedoch ist, dass integrale Tugenden wie Multiperspektivität, sowohl-als-auch-Interpretationen und das Vermeiden postmodernen Justice-Warrior-Gehabes, das irgendwas als böse verleumdet, sehr einfach dazu benutzt werden können, um die Integralos zu neutralisieren und zu entwaffnen.

Und da ich gerade von multiperspektivischen Integralos spreche, ich habe auch mit einem sympathischen Typen namens Alexander Capistran geredet, der früher an einigen Veranstaltungen von G&C teilgenommen hat, aber letztlich zu dem Schluss kam, dass das Ganze eher pathologisch war. Du kannst seinen Bericht hier lesen:

https://alexandercapistran.wordpress.com/2020/07/08/go-change-ein-auf-und-abgesang/

Da er ein guter Integralist ist, startet er seinen Essay über G&C mit allen guten Eigenschaften, die ihm einfallen. Es sollte klar sein, dass alle Kulte und Sekten auch Dinge von Wert bieten; Dinge, die positive Emotionen entfachen und die Menschen dazu bringen, wieder zu kommen. Herrgott, selbst die Nazis hatten viele Sachen, um positive Gefühle hervorzurufen und aufregende Erfahrungen zu ermöglichen. Aber ernsthaft, wenn die negativen Seiten so schwerwiegend sind wie bei G&C oder den Nazis, um bei der Analogie zu bleiben, erscheint es etwas deplatziert zu sagen, dass wir die positiven Sachen nicht vergessen sollten. Das ist, als wäre ich auf einer Party, in der jede:r vergewaltigt wird, und man trotzdem betont, wie gut das Essen war und dass der DJ ein paar geile Tracks aufgelegt hat. Oder zu betonen, dass Hitler uns immerhin die Autobahn gegeben hat, wenn  man gerade über den Holocaust redet.

Da ich also kein guter Integralist bin und mir Multiperspektivität in Bezug auf G&C egal ist, habe ich mich dazu entschieden, all den Spaß zu übergehen, der Alexander anfangs dazu bewogen hat, bei G&C-Veranstaltungen mitzumachen und präsentiere nun stattdessen ein paar Ausschnitte aus dem Text, die ihn dazu gebracht haben, G&C hinter sich zu lassen:

 

Kritikunfähigkeit. Entweder die Person wird vor der ganzen Gruppe gechallengt und eingeschüchtert oder (wie in meinem Fall zwei Mal vorgekommen), die Person wird in ein Hinterzimmer bestellt, wo die Leitung des Klosters denjenigen zur Rede stellt und Ultimaten setzt: Entweder du vertraust und hörst auf zu kritisieren, oder du musst binnen X Stunden gehen.

 

Manipulation der Pressefreiheit und Öffentlichkeit:Verfolgt man interne Gesprächsdynamiken oder jetzt Korrespondenzen mit der Öffentlichkeit bei Go&Change, drängt sich der Eindruck auf, nur die Person soll sprechen, die am höchsten entwickelt ist. Wer aus einer (vermeintlich) niederen Perspektive argumentiert, sollte schweigen.

 

Gaslighting: Imbalance von Projektionen und Introjektionen. Dieses Phänomen, wenn Projektionen anderer zur eigenen Wirklichkeit werden, nennt sich „Gaslighting“. Das ist meines Erachtens ein Grundwirkungsprinzip der Manipulation bei Go&Change.

 

Unterminierung der menschlichen Freiheit. Die bei Go&Change oft kolportierte Grundbotschaft: „Geh in deine Kraft, geh in deine Selbstverantwortung“ ist großartig. Was aber zuhauf passiert, ist, dass die Leitung über die unhinterfragte Deutungshoheit verfügt und vor allem, was das Hauptproblem ist, oft handlungsleitend wirkt: Mach doch mal dies und jenes, du solltest das und das machen, um dich zu entwickeln. Das Perfide ist: oft sind dies sogar gute Beobachtungen und Tips, nur subvertierten sie das, wofür sie eigentlich stehen sollten: Selbstverantwortung und freier Wille im Geiste der Liebe. Was würde Kai jetzt wohl machen oder sagen? Was wäre, wenn er jetzt zur Tür hineinkommen würde? Das habe ich sehr oft gehört und es lag wie ein wabernder Schatten über der Gesamtatmosphäre. Das merkt man auch noch an der Reaktion einiger Ehemaliger, „Verstoßener“: Die Loyalität erhält sich auch nach für die Betroffenen teilweise entwürdigenden Vorgängen und Zerwürfnissen. Die ehemalige Abhängigkeit von der Gruppe bzw. der Fremdführung durch eine Autorität ist immer noch wirksam, nur stumm. Stockholm-Syndrom im subtilen Bereich.

 

Unangreifbarkeit durch Ungreifbarkeit: Zuletzt möchte ich noch subtile Faktoren benennen, die schwer greifbar sind, aber eine große Relevanz haben. Hier geht es um atmosphärische Gewalt und Härte. Viele Prozesse wurden mit Aggression geführt, die als entschiedenes Grenzen-Aufzeigen und nüchternes Spiegeln legitimiert wurde. Das ist keine Apologie von Pseudo-Freundlichkeit oder „professioneller Distanz“, sondern einfach die Beobachtung, dass Härte und Aggression, Wut, einen integralen Teil der Wucht der psychologischen Arbeit des Projekts bilden.

 

Der Versuch, die Schatten auf diesen Ebenen zu integrieren, resultierte meiner Beobachtung nach eher in einer manipulativen Aktivierung dieser Ebenen, mit dem Effekt, die Leute kleinzuhalten und einen unendlichen Entwicklungsdrang anzutreiben.

 

Im Großen und Ganzen aber strahlen die Menschen nicht, sondern wirken abgespannt, flatterhaft und servil.

 

Alexander beendet seinen Essay mit dem Schluss, dass es besser für G&C wäre, wenn es sich auflöst, zumindest in seiner gegenwärtigen Form. Ich kann nicht sagen, dass ich da nicht zustimme.

 

 So wie ich es sehe, fungieren die sogenannten Wir-Räume, die G&C zu verschiedenen Gelegenheiten beim Sommercamp anleitete, als eine Art trojanisches Pferd. Zu Beginn wird der Zweck dieser Wir-Räume nicht darin bestehen, alle zu manipulieren und Gaslighting zu betreiben, sondern eher darin, den Gebrauch von Wir-Räumen als Methode und die Anleitung durch G&C zu normalisieren. Erst allmählich, wenn die Leute Vertrauen in die Methoden und die Menschen entwickeln, die sie durchführen, werden die Wir-Räume mehr und mehr zur sektentypischen Einschüchterung und zum Gaslighting benutzt werden. Und je mehr intime Details Menschen in diesen Räumen geteilt haben, umso mehr Material werden die Anleiter haben, dass sie gegen die Teilnehmenden verwenden können. Und ab dann wird es haarig.

Gerade Menschen an Orten wie dem ZEGG müssen viel mehr über Kulte und Sekten, über Gaslighting und andere Manipulationstechniken lernen. Bewusste Gemeinschaften, oder wie man das auch nennen mag, Gemeinschaften, an denen Menschen nach höherer spiritueller Entwicklung und mehr Zusammenhalt streben, als die Mainstream-Gesellschaft bieten kann, sind besonders anfällig gegenüber spiritueller Infiltration, limbischem Hacking und unbewusster Manipulation, alles um das gemütliche Gaslighting-Feuer zusammengekuschelt.

Spirituelle Menschen müssen gegen solche Dinge geimpft werden. Und solange sie diese Spritze ablehnen, werden solche Geschichten immer und immer wieder passieren.

Ich denke nicht, dass es eine gute Idee wäre, nach Bad Belzig in nächster Zeit zurückzukehren. Und ganz ehrlich habe ich die Nase voll von diesem Ort. Aber wenn jemand dort hingehen würde und ein zwei Workshops über diese Themen anbieten würde, wäre das glaube ich echt hilfreich für viele Menschen dort.

Aber bis dahin lautet mein Rat, so weit wie möglich von diesem Ort entfernt zu bleiben.

 

 

[i] Hallo Felix, ich weiß, dass du das liest 🙂

[ii] Eine angemessene praktische Applikation von Entwicklungspsychologie für Erwachsene muss natürliche Hierarchien stark machen – und keine neue, willkürliche Dominanzhierarchie in das soziale Gefüge einflechten. Das ist Basiswissen.

[iii] Nachdem ich einigen G&C-geführten Wir-Räumen beigewohnt habe, rief ich meinen lieben Freund und Kollegen Daniel Görtz an, der einen Doktor in Soziologie  und ein ausgeprägtes Interesse an Sekten hat. Ich erzählte ihm von meinen Bedenken und fing an, von den sogenannten „Wir-Räumen“ zu erzählen, aber bevor ich nur die Chance hatte, von meinen Erfahrungen zu berichten, unterbrach er mich und stellte Mutmaßungen an, wie das ganze funktioniert. Ohne irgendetwas darüber zu wissen, was ich gesehen hatte, konnte er mir im Detail erklären, wie das Ganze abläuft und erklärte mir, dass die meisten Sekten solche Methoden benutzen. Das ist sozusagen Industriestandard im Sektengeschäft.

[iv] Er war nicht nur sehr beharrlich bei dem Versuch, mich häufiger zu treffen, sondern jedesmal beim Essen versuchte er, sich so nah wie möglich an mich heranzusetzen. Creepy.

 

[v] Felix ist wahrscheinlich nicht bewusst, dass Michael Commons, der Schöpfer des „Model of Hierarchical Complexity“, jüngst eine noch höhere Stufe als „cross-paradigmatic“ hinzugefügt hat: „Meta cross-paradigmatic“. Mein heimlicher Verdacht sagt mir, dass Felix, wenn er das gewusst hätte, behauptet hätte auf dieser Stufe zu sehen.

 

[vi] Ich habe mir neulich die Podiumsdiskussion angesehen. Es ist interessant zu sehen, wie sie meine Beobachtung adressieren, dass sie keine Liebe zeigen und tote Augen haben. Offenbar zeigen hochentwickelte Menschen Liebe nicht auf die Art und Weise wie wir normalen Menschen. Tatsächlich können wir wohl nicht fühlen wie warm und liebevoll sie sind, weil wir einfach zu unterentwickelt sind, um es überhaupt zu bemerken. Ich bin so froh, dass wir das geklärt haben. Du kannst dir die Podiumsdiskussion hier ansehen: https://sommercamp.zegg.de/de/live.html#day-9

 

 

[vii] Du kannst meine Stellungnahme hier lesen https://metamoderna.org/the-reasons-why-i-emil-ejner-friis-am-withdrawing-from-the-panel-discussion-at-the-zegg-summer-camp-july-30-2021/

 

[viii] Du kannst mir gerne vorwerfen, dass ich von meiner kognitiven Entwicklung her nicht weit genug bin, um den höheren Sinn in all dem zu erkennen. Der geht aufs Haus. Aber meine Empfehlung bleibt: Bleib verdammt nochmal fern davon.

How a Psychedelic Sex Cult Infiltrated a German Ecovillage

This is the story of an idyllic German ecovillage known as the ZEGG[1] and its infiltration by a dangerous cult named Go&Change. It’s also a story about sexual abuse and two dead children.

The following is based on my own experiences, what I’ve heard and things I’ve read. I don’t claim this to be a piece of critical journalism. And I don’t even claim it to be particularly well researched. My reason for sharing this is simply for my story to serve as a warning for others. If this saves just one person from harm by keeping them away from Go&Change, it has done its job.

Since the publication of this article, the ZEGG has made a public announcement stating that they, for the time being, are going to terminate their cooperation with Go&Change and that they have requested to have the ZEGG removed as an official partner from Go&Change’s website. In this public announcement, many of the problematic practices of Go&Change that are mentioned in the following are condemned. The ZEGG also apologizes for the way in which my wife (fiancée at the time) and I were expelled from the summer camp. We greatly appreciate the apology and rejoice at the good news that a decision has been made to end the cooperation with Go&Change. The public statement can be read on ZEGG’s website here: https://www.zegg.de/de/mediathek/news-archiv/1151-das-zegg-und-go-change.html

It all began with an invitation to speak at the ZEGG Summer Camp 2021 in Bad Belzig near Berlin. I was to give a talk and participate in a panel discussion with, among others, a strange fellow named Felix Krolle.[2] Had I been a wise man, I would have looked up with whom I was to panel and what kind of organisation he represented. Sadly, I was too lazy to be a wise man.

I’ve been to the ZEGG a couple of times before and have always found the place gorgeous. When you’ve been staying in gritty grey Berlin for too long, arriving at the ZEGG is like entering a little paradise. And the day I arrived for the Summer Camp, on a sunny day under a cloudless sky, it looked more beautiful than ever. Little did I know that here, just one week later, one of the most insane experiences of my life would take place.

Shortly after arriving I received a text from this Felix guy from something called Go&Change. He wanted to meet and have a chat about the panel discussion. I politely agreed. But when we met, it wasn’t the casual private conversation I had expected. Instead, I was instantly seated in a circle of five or six other people. I didn’t think much about it at the time, but it quickly became apparent that this guy wanted something from me, and that the whole setup was intended to accomplish just that. Things didn’t go as planned though.

Felix hadn’t finished reading my books, he admitted, and thus couldn’t have known that I’m not a stage fetishist and that I consider cults the great totalitarian danger of the future. He presented Go&Change, of which he was some kind of leader, as a close-knit community with a formalized social hierarchy based on people’s cognitive stage of development. I thought it sounded like a bad fucking idea.[3] The meeting kinda went downhill from there. I was happy to leave when it ended.

I later realized that I had been sitting in the middle of a group of cult people, in what they call a “we-space” (a social technology intended to generate a field of collective practices that generate profound conversations, or some shit like that). However, after closer inquiry, I renamed it the gaslighting chamber. In the hands of the wrong people, this thing is an extremely efficient instrument of manipulation.[4]

Initially I merely thought of Felix Krolle as just another dude trying to sell me something. It happens all the time. But Felix refused to be just another dude. He repeatedly tried to get more meetings with me, all of which I politely declined. I simply didn’t have the time since I needed to prepare for my talk. But he didn’t give up. Eventually he texted me that one of the ZEGG summer camp organizers wanted to talk to me in person. I found that a bit weird. Why couldn’t he just contact me himself? I called the person and set up a meeting. Again I just expected a private meeting between the two of us, but once I arrived we were accompanied by three other people, including Felix whom I had repeatedly told I didn’t have time for.

This didn’t feel entirely honest to me, but I shrugged it off and sat down with them. I thought we were to talk about the panel discussion, but instead they started complaining about me not spending time with them and staying too much in my room. I answered that I understood it could be disappointing if they had been looking forward to meeting me, but that I needed to prepare for the talk and rest after a stressful vacation. Among normal people this would have been the end of the discussion, but it didn’t end there. One after the other they continued complaining and tried to guilt-trip me. Felix in particular became very insisting, arguing how I owed it to the community to make myself more available.

In the end it just pissed me off. I never signed up for this, and certainly didn’t owe anyone anything. At the time I merely thought of them as annoying community obsessed hippies not grasping that too much socializing can be draining to some. It was only later I understood that they needed to get closer to me in order to win me over.

The Dinner Table Incident

Until that point I had only been subject to minor subtle manipulations. My only reason to avoid Felix Krolle and Go&Change was that I found their project rather uninteresting and Felix to be boring and slightly creepy in the way he was stalking me.[5] It was only when things escalated at a dinner table conversation that I realized something was severely off with these folks.

Initially I was too focused on my food to notice what was happening around me, as is often the case. But at some point between the soup and the salad, I came out of my food trance as a friend of mine was being quite viciously attacked from all sides of the table after making a few critical comments about the speech of one of the leading camp organizers who was sitting next to us. My friend wasn’t getting flack for the contents of his criticism though, but for his personal virtues—or supposed lack thereof. It was not just that his criticism was invalid, but that he didn’t have a right to criticise in the first place. How dared he criticise this prominent member of the ZEGG after everything he had done for the world, Felix argued. And how could my young friend even suggest he could have anything of value to say to someone with so many years of experience. From there they went on and on about his “shadows” and “ego”. It was when Felix in a tone I wouldn’t have imagined at a hippie camp accused my friend of “sucking [name of the ZEGG guy] dry”[6] and called him an “asshole” that my nervous system had become fully alert. I never finished the salad.

At the time I never fully realised what was going on. But of course, this is the kind of treatment any lowly member of a cult can expect if they challenge the leadership. And here at the dinner table, the senior ZEGG guy was the top dog and thus to be shielded from criticism by collective bullying. It was almost as if the G&C people auto piloted through the whole incident once Felix started going after my friend. They had done this before. And they were good at it.

The atmosphere had become rather tense and I felt sorry for my friend who looked like he had been run over by a car. Understandably, you’ll enter a state of minor shock from suddenly being attacked from every corner of the room and being told you’re trash. Especially if the ones doing so are trained in picking people apart. I attempted to engage Felix in a more philosophical conversation instead to shift focus away from my friend. Unsurprisingly it didn’t result in the fruitful intellectual exchange one could have hoped. Felix simply rejected my argumentation by claiming he was on a higher level of cognitive complexity and that I would only understand why I was wrong once I evolved to his level of development. Felix claimed to be at cross-paradigmatic (yeah right, buddy)[7], and thus stood above any criticism from the rest of us puny unevolved beings. As a more developed human being, he was automatically right. But of course, he had the tools to help us become more evolved if we just listened to him.

Despite the prospect of evolving to higher levels, I thought I’d heard enough and decided to leave. I admit, I might have lost my temper at some point. I might have told Felix I thought he was full of shit. I also told him straight up that the love he constantly talked about rang hollow and was nowhere to be felt in his presence, and that his eyes looked completely dead.[8] That’s not a nice thing to say to someone. But honestly, I still stand by my words.

Whatever they are doing at G&C, it isn’t working. Most of the folks at the camp had this shiny hippie love radiating from their eyes and body language full of life and vigour. It was clear to see that whatever spiritual and therapeutic practices they were into, it was working. And then there were these G&C folks: stale bodies, stone faced, dead eyes, ready to engage you in psychological jiu-jitsu at any moment to establish their developmental superiority.

As I left the dinner table and walked away, I didn’t realise that Felix fucking followed us. It was only after having told my friend how creepy I found Felix that I looked back and discovered him walking behind us close enough to eardrop on our conversation. But at least he now knew what I thought of him.

And then I went to my room and googled Go&Change:

“Esoteric Psycho Cult on Fusion-Kinderspace?”

https://forum.kulturkosmos.de/viewtopic.php?t=29080

 “Razzia at community Go&Change in Luelsfeld”

https://www.br.de/nachrichten/bayern/razzia-bei-gemeinschaft-goandchange-in-luelsfeld,SNyKr8

s

“Psychological Pressure and Sexualized Violence in a Former Monastery?”

https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/psychodruck-und-sexualisierte-gewalt-in-ehemaligem-kloster-art-10449309

The latter is from the German newspaper Main-Post. An English translation can be found here:

https://www.world-today-news.com/psychological-pressure-and-sexualized-violence-in-a-former-monastery/

Here are a few snippets from the article (my bolds):

“In the past few months, several women and men have turned to the editorial team: former members of ‘Go & Change’. There are ‘psychological terrorism’ and ‘brainwashing’ in the community, they report independently. They tell of all-controlling leaders and sexualized violence as ‘therapy’. Visiting relatives is usually not welcome. Almost all dropouts want to remain anonymous. The dropouts in particular are very scared.”

 

“‘Sadomaso sex’ is also part of a ‘therapy’ by K.K., who, according to dropouts, describes himself as a ‘healer’. The personality should be cured from its ‘shadows’. This type of ‘treatment’ takes place in a ‘sex room’ on the upper floor of ‘Maria Schnee’. The women say that some were injured, a woman even very serious physical wounds. ‘Go & Change’ does not answer the editor’s question about the sex therapies described. That is ‘our private matter’, says Krolle. The allegation is not being denied.”

 

“Today Ralf B. regrets his trust in ‘Go & Change’. His wife had not recovered there. On the contrary. ‘She went through hell,’ says Ralf B .; he followed it. He met his wife regularly during their stay. To date, she has not processed the experience within the monastery walls. The 45-year-old is currently undergoing therapeutic treatment.”

 

“Ralf B. tells of sleep deprivation through ‘process nights’ with group sessions and of massive verbal insults against his wife. She had told her husband about a tally list in which alleged misconduct was counted. From her isolation in a special group for ‘narcissistic women’ – as a punitive measure. And financial control of the members.

Drugs are said to have been involved: LSD and ecstasy. ‘Because they reveal more of themselves,’ says Ralf B. The other dropouts confirm this. Ralf B. also observed during a visit that drugs were used deliberately and specifically targeted at individuals.

Ralf B. describes that his wife found the group sessions torture. ‘Then you’re done,’ he says. Sometimes the round lasted all night. Without sleep, everyone would have had to go back to the work in which they were firmly divided: in the kitchen or garden, for washing up, for cooking, for cleaning. Others were able to bring in their manual skills.”

 

“According to Lohmayer, methodological instruments from the field of psychology, such as ‘integral structural constellations with in-depth analysis’, are used in the community, but are used here without recognized psychotherapeutic qualifications. For him, ‘Go & Change’ is a ‘psycho group with a high potential for conflict’. He says: ‘Group dynamic processes, management and power structures, social control, total commitment, separation from the previous social environment’ are always a topic in the consultations that he had with dropouts and relatives. ‘You have to imagine the group dynamic context like this,’ explains Lohmayer: ‘The more I know about a person – especially in sexual and partnership terms – the more power I gain over them, the more controllable they become and the more vulnerable they ultimately become.‘”

 

“In March 2019, a one-year-old falls into an extinguishing pond near the monastery and later dies in a hospital in Munich. As it turns out, the child was visiting ‘Go & Change’ and was supervised by members of the community. According to the public prosecutor’s office in Schweinfurt, ‘it was investigated against three people for negligent homicide’. […] ‘An infant from the ‘Go & Change’ environment had died on a walk four weeks earlier.”

Oh, and if that wasn’t alarming enough, here are some of Go&Change’s google reviews (again, my bolds):

[Translated by Google]

“Danger!!! I understand the longing for loving fellowship, but don’t make the mistake of joining this religious community. Go & Change is definitely a sect-like group. Here contact with the outside world is systematically cut off. One should distance oneself from friends / family who are critical, there are clear hierarchies and alleged energy work / psychotherapy which in the end is brainwashing. Sometimes families are dissolved here, children are separated from their parents and what else do I know, and everything happens to the taste of the “leaders” named Felix and Kai who can take any freedom themselves while the “residents” are subject to strict daily and work rhythms . Unfortunately I lost a friend to this “community”. Fortunately, some other friends made the jump in time. In the meantime I have also heard reports from some other dropouts that clearly point to sects and brainwashing. Of course there are practices there that work and initially suggest that what is being conveyed there is correct or that you learn about yourself, and certainly not everything that happens there is bad. In the long run, however, a dependency and a power imbalance should and will be created which ends in a kind of powerlessness. Many dropouts only become really aware of it after they have left it. I advise extreme caution and wish everyone here the best.”[9]

 

[Translated by Google]

“This community has something of a psychosis for me.

I’m sorry to have to say that, but I also do not want to conceal it.

Strong manipulation through something like, “we all think that you …” and “we want to mirror that …” then it is discussed, “until all have the same perspective,” all night through, but distressing ” with little sleep you also have less internal resistance “. You are encouraged not to eat alone, you must not sit separately in the dining room, because “when you separate, the shadows grow”. The idea is to be constant with other people, because a person is only capable of transforming his dark side in the community. Inner hierarchy mixed with polyamory – “I’ll make you a child right away if you’ve transformed those issues.”

Uiuiuiuiui … take good care of you :)”[10]

 

[Translated by Google]

“At Go & Change, the inner process and shadow work is the core of the community. There is an official 7-level hierarchy in which all residents are classified, in the top group are the two founders Felix and Kai. A common means is “mirroring”, whereby your behavior and behavioral patterns are mirrored to you, but only mirrored by higher-ranking members to lower members, who seem to accept his judgments unreservedly. There is a daily structure with activities and work to which all residents are obliged, except for the higher-ranking groups.

I saw a man who was threatened with disciplinary action (sitting in a room for 1 hour) for being late for an activity. In addition, a person was praised for staying awake for 54 hours, as this is considered to be loving towards the community. His wife has been criticized for not valuing him enough.

Some of what I have heard, e.g. the separation of parents and children, strengthen the image that relationships of dependency are created here and that people are disempowered.

I wish to be able to question all people who live in the community or who are in close contact, whether what this group gives them is worth what it takes away from them, their self-determination and self-esteem.

I advise everyone who is interested in it to be careful and always to trust their own perception the most.”[11]

 

[Translated by Google]

“I think this place is very destructive. Distinctive hierarchies, great egos, undermining of self-determination and individuality, devaluation of feelings and the voice of the heart, psychological manipulation and all under the guise of “love”.”[12]

 

[Translated by Google]

“This place has exceeded my limits.”[13]

Holy shit!

That’s some pretty bad reviews. And I mean, it’s not like they’re getting one star reviews for serving mediocre food and hosting boring workshops. These accusations are pretty damn serious. Go&Change is a place where people get hurt.

And not only that, from the article in the Main-Post you probably couldn’t have missed the part mentioning the two dead children. Children. Dead.

I did get in contact with people who’ve been close to G&C to have this confirmed. It did in fact happen, and G&C has never denied that two children, in two different incidents, got killed at their premises. Accidents, of course.

Of course you can have bad luck. But twice? Within the same year? In a country with one of the lowest child mortality rates in the world? Hmm. I don’t suspect they wanted these children dead. But, it appears to me that G&C is not a safe place for kids to be, and that the reason it isn’t safe is because the adults are caught up in all kinds of sick cult stuff instead of taking care of their children.

Suddenly this whole story went from eerie to rightout frightening.

What to Do?

So here I am, little old me, going on a panel discussion with this psycho cult leader equipped with enough dark jedi mind tricks to control a community of 40 people. And I just managed to piss him off. And call him super creepy while he was listening.

There was no way in hell I was participating in that event. I just felt like leaving the damn place right away, but that I couldn’t do either. At least not without explaining why. I had to write a public statement and at the same time warn people. But before doing that, I naively thought I could somehow get G&C out of ZEGG by confronting the summer camp organizers with what I had found out about G&C and give them an ultimatum: Either stop the cooperation with G&C and politely ask them to leave, or, I would write a public statement and publish an article warning people about ZEGG being involved with a dangerous cult.

Following the dinner table incident, I talked to many of the ZEGG inhabitants about what was going on. I found out that the majority were critical of G&C and that only a small group were in favor of G&C. Unfortunately, that small minority consisted of many of the most prominent members of the community, people with a lot of influence, and they were very devoted to the project. Of the summer camp organizers, all but a few were deeply into G&C. Later it became clear to me that the whole summer camp had been one big promotion of G&C. The organizers hadn’t asked the other members of ZEGG for permission since they knew G&C was rather unpopular in the community. In fact, that Felix Krolle would participate was only announced a few days before the beginning of the summer camp.

Few people thus knew that the summer camp essentially was a G&C event. Little by little, however, it became clearer and clearer what was going on. More and more G&C stuff was smuggled in here and there, and for every day the talks contained more and more praise of G&C and Felix Krolle. One woman went a bit overboard, kind of blew the cover, by praising G&C to the skies and started oversharing about how much she just loved giving away all her money and decision power to G&C (you can see the talk here: https://sommercamp.zegg.de/de/live.html#day-6). The panel discussion featuring Felix Krolle was of course supposed to be the pinnacle of the show. I guess my primary role was to lend him legitimacy by my mere presence and hopefully by being just as excited about G&C had they managed to convince me about their amazingness.

Before publishing my statement I had two meetings with some of the leading ZEGG summer camp organizers. At the first meeting I sensed a little window of hope. It was as if I could see glimmers of doubt in their eyes as I presented my findings and warned them about what they had gotten themselves into. They agreed to think about it and meet me the day after. But the openness I had felt on the first meeting was nowhere to be found the following day. Rather undramatically we quickly realised that we were miles apart and no change of course from either party were to be agreed upon. As such, I was written out of the program and I published my statement the following morning.[14]

Out of consideration to the remaining ZEGG inhabitants I gave the community two months to officially distance themselves from G&C before I would write an article about my experiences. It’s been two months now, and even though they recently agreed to not cooperate with G&C on next year’s summer camp, there hasn’t been any public announcement regarding G&C. ZEGG is still an official partner of G&C, as you can see on G&C’s website here: https://goandchange.de/kooperation/

A friend of mine told me she met Felix Krolle at the ZEGG a couple of weeks ago. As such, I must conclude that ZEGG remains infiltrated by G&C and thus isn’t a completely safe place for people to visit. So, as promised, an article about the whole mess by yours truly. I had hoped it would have been different, but alas, here we are.

The thing that pisses me off the most about the whole thing is not so much the unpleasant encounters at the summer camp. It’s more the dishonesty I have a problem with. First of all I was never informed about the participation of G&C, the controversial nature of the organisation or that the intention with the summer camp was to promote this organization. But worse is that the talk I was supposed to have given, a talk about cognitive complexity stages, the very thing that G&C misuses in a severely perverted way to legitimise the social hierarchies in their community, was part of an overall plan to promote and legitimise G&C—without me knowing anything about it. Fortunately, my gut feeling told me that talking about the Model of Hierarchical Complexity was a bad idea. Instead I talked about the vision of the listening society. I wasn’t getting paid anyway, and I’m pretty sure people enjoyed that topic more. The talk went well by the way, and I sold all the books I had brought with me. Yay.

Apart from Felix, two of the camp organisers and me, a fifth person was to participate in the panel discussion, an integral guy named Rolf Lütterbeck. Not knowing who he was, naively assuming he was just as ignorant as I had been, I sent him an email warning him about who he were to be on a panel discussion with. The only proper thing to do, I thought, would be to give the guy a chance to make up his mind about what he was getting himself into before I published my statement. Once again, however, I didn’t do my fucking homework to properly research people. Shortly after, someone told me he was Felix’s old mentor, now a big supporter of G&C.

So, the so-called panel discussion was nothing but Felix Krolle’s fan club. And then me. Would have been nice to have known beforehand.

Kicked Out of the ZEGG

Oh, and before I forget. I still haven’t talked about what I in the introduction referred to as one of the most insane experiences of my life. The way I left the ZEGG wasn’t entirely peaceful. In fact, my fiancée and I were kicked out, and it almost got physical.

The camp organizers, with whom I had had the above mentioned meetings, did ask me to leave the day after. I said I would. But I woke up quite late the following day with a headache, so I changed my mind and postponed our departure to the morning after. I didn’t interpret their request as an ultimatum, and since I felt rather welcome at the ZEGG, not least due to all the people asking me to stay, I didn’t think much of it. After all, the camp organizers were only in charge of the camp, not the whole village. In addition, I didn’t feel like participating in any of the events anyway and just wanted to chill in my room and the village pub.

Despite wanting to rest, I did end up spending a significant proportion of the day talking to people. Many of the ZEGG folks were appalled about the summer camp having been hijacked and were happy about me taking a stand against G&C. Many of them didn’t know what was going on and were keen on hearing what I had found out. I did see it as my duty to inform people, but I can also see that it can be interpreted as a provocation. On the other hand, were I to deny people the information that I myself found so important? I didn’t seek people actively, they came to me.

Before going to bed my fiancée and I wanted to go to the pub for a goodnight beer. On the way we were stopped, again, by people wanting to talk and praising what we were doing. We chatted for a while, and just before saying goodbye, two of the camp organisers stormed towards us. Things quickly turned rather unpleasant and we were asked, quite assertively, to leave the village immediately. Initially I refused, but after an extremely aggressive verbal exchange I decided that it wasn’t worth staying. Going on an hour-long train ride with a migraine was preferable to staying in this madhouse.

I’ve never experienced anything like it, the gaze in this one woman’s eyes was just murderous, as if her eyes turned completely black. She yelled at one of the other ZEGG women with whom we had been talking to not stand there with her “dog’s eyes”, whatever that meant, and told her she had no say in the matter since she wasn’t even a full member of the ZEGG. As we decided to leave and go pack our bags, she stepped in front of me and blocked the path yelling at us that we should hand over the keys and that she would get our stuff for us and put it outfront. When we refused and told her that we didn’t want her to go through our private belongings, including sensitive objects such as computers and notebooks, she wanted to fucking grab me and force me into submission.

The insanity of the situation was not so much the quarrel itself, but the way in which this middle aged woman, enraged by hate, as if possessed by some malicious spirit, was ready to engage a younger, stronger male in hand-to-hand combat. It may sound rather trivial when I write about it. But it was the way in which this nice hippie lady’s face suddenly just deformed into pure rage and hate, with eyes ready to kill you with a gaze, which made the experience just so darn insane. It was like one of those films about cults where the nice smiling hippies suddenly turn into brainwashed murdermachines when the outsider finally reveals what’s actually going on.

It was only when I raised my voice, the only time I did so, and asked her if she was going to use force against me, that she snapped out of it and finally pulled back. We walked back to our room, but the woman followed us, trying to get as physically close to my fiancée as possible. It was only because the two women we had been talking to, bless their souls, took her under their arms and shielded her from the mad woman with their bodies that she made it to our room. We repeatedly asked the woman to leave, reassuring her that we were going home, but she refused and even wanted to get into our room, yelling that she was not going to wait outside “like a dog”. I guess she was all about dogs that day.

The two women helped us inside without the mad woman entering. After spending a few minutes recovering from what had just happened, we packed our bags and left the village. As announced, the woman did not wait outside.

Rape and Dead Children

After the summer camp I was contacted by several people who had read my statement or otherwise heard about what had happened. I spent the following weeks listening to their testimonies, which all-in-all confirmed my impression that G&C is a very dangerous cult.

Of the many people I spoke to, there were two in particular who left a lasting impression on me. The first is a therapist who’s currently treating several G&C victims. Unfortunately, she can’t go public with these testimonies due to client confidentiality. What I was told, however, did fit the overall pattern of brainwashing, sexual abuse and violence that I had heard and read elsewhere. The second person is Sebastian Stark, who was also mentioned in the Main-Post article:

“Sebastian Stark, former companion of Felix Krolle […] has been active in the so-called ‘integral movement’ for years, a scene that also includes ‘Go & Change’. He also knows K.K. and Krolle for a long time, had been to Lülsfeld several times. In an interview with the editors, he confirmed the descriptions of the dropouts: sex as ‘treatment’, substance abuse and a psychological and financial dependency of the community members. He speaks of ‘permanent totalitarian psychotherapy-like work’ in the monastery. Stark’s assessment: ’People are destroyed, brought into line and traumatized.’”[15]

Ten years ago Sebastian Stark started this network of young integral people known as IMOVE. It was here he met Felix. Initially, he told me, Felix was just this nerdy kid looking for friends. For years the two were close friends, building up this transformative movement within the integral scene in Germany. This changed, however, when Felix met a guy named Kai Krischik and the two broke off from the main branch of the movement and started Go&Change. Here, Felix and Kai began doing all the things Sebastian had been opposed to, such as psychedelics, group sex and shadow work without consent. Gradually, the whole thing developed more and more cult-like features such as a strict social hierarchy, a guru with a special status (that job became Kai’s) and various mind control measures.

The story Sebastian told me about Kai, which he in turn had heard from other G&C members, was out of this world. I don’t want to go into too much detail here, but the short story is that Kai grew up in a children’s home. Later he was injected with something when he was in the army, which resulted in him being bedridden for five years where he got really really fat. For those five years he studied all kinds of manipulation techniques, body language reading, neuro-linguistic programming, pick-up artistry and shamanism. Eventually he cultivated this guru personality and started G&C with Felix. I don’t know about you, but this guy sounds like the perfect comic book villain. Oh, and apparently he likes to ram giant dildos up people’s cavities. He claims to be some kind of healer, if the colorful stories I hear are true. Apparently he heals people with those dildos. One woman allegedly got severe injuries to her genitals. Go&Change hasn’t denied the story, but merely asserted that it’s a private matter.

I was also told they put great care into separating couples when they arrive at G&C. Initially, new females will be love-bombed and led to believe they have some kind of special “princess” status by all the positive attention they get, especially from the highest ranking male in the group, the guru. A few weeks after arriving, they are usually told they have severe shadow issues and are in need of sexual healing from, you guessed it, Kai the guru. This is standard cult stuff. But the originality of G&C is that the male is pressured into having sex with the other men in the community. The intention is of course to weaken the couple’s relationship so that they become easier to control, and few heterosexual relationships obviously benefit from the woman being fucked by the guru, thinking she’s the new princess, while the man gets fucked in the ass by a bunch of guys whether he’s into it or not.

It’s all typical cult stuff. They all have different explanations to why: facing your shadow, transcending your ego, challenging your heteronormative conditioning etc. But at the end of the day, it always comes down to the guru fucking your wife. And at G&C, as a guy you’ll end up being fucked as well—figuratively as well as literally.

Apart from sex, G&C also uses methods such a sleep deprivation and drugs to manipulate and control their members. Depriving people from sleep, pressuring them to use various substances such as LSD or MDMA, and then having sex with them in ways they otherwise wouldn’t, that really opens you up to be manipulated on a whole other level—and have your soul crushed if one desires. I mean, from what I hear, the stuff they’re doing at G&C sounds like some serious CIA shit.

If chem sex is your thing, no judgment from my side, but if you’re at a place to seek spiritual development, and you’re peer pressured into talking psychedelics, and the guru and everyone else fucks you while you’re tripping balls, it’s pretty difficult to talk about consent. And sex without consent, well, in plain English, that’s rape.

The worst thing, however, was when we started talking about the children. I asked if it was right that two children had died. Sebastian confirmed. I then went on to ask how many children were living there. He said around ten the last time he was there. He added that the children were to be separated from the adults, something I’ve heard from others, too, and that they lived in a separate room and weren’t allowed to roam freely around and mingle with the adults. The reason for this was to enable the children to grow up “egoless” and to prevent the egos of the children to manipulate the parents, or some crazy shit like that. In reality, of course, the reason is that it’s much easier to control someone if the emotional bonds with their children have become as weak as possible.

If children being separated from their parents wasn’t bad enough, the story I heard about one of the couples who lost a child is absolutely insane. In order to prevent the parents from having a moment of clarity at the funeral and realise what they had gotten themselves into, they were pressured to take LSD and participate in a group sex orgy, while at the same time being deprived of sleep, on the night before their child’s funeral. That’s some fucked up shit.[16]

And that’s how you break people.

The ZEGG Needs to Be Vaccinated against Cults

So, here’s what’s gonna happen: Either all cooperation between ZEGG and G&C comes to an end and all G&C members are banned from entering the ZEGG, or ZEGG becomes a G&C stronghold.

Although it’s currently just a small minority of the ZEGG who’s into G&C, that this minority is composed of prominent members of the community, all lit by a zealous fire to promote G&C, will make it very hard for the remaining members to resist them in the long run. As is often the case with cults, they believe they’ve found the ultimate truth and that they’re going to save the world. As such, they can’t really be bothered by a few broken eggs in the process. They also tend to have this righteous us-against-them thing going on. If you resist them, it just confirms their chosenness and that they are fighting for a just cause. They get high from the struggle. Normal people just get tired of that shit. In the end, more and more people will be exhausted by the constant conflict and move out of the ZEGG, leaving the place in the hands of G&C.

As such, if G&C is allowed to continue their activities, scheming and planning and manipulating people at every opportunity they get, eventually, they will prevail. So to all you cultists out there, congratulations, victory is nigh.

The thing is, these kinds of people eat happy hippies for breakfast. They use the hippies’ values of openness and trust against them: “please trust me”, “it’s for your own good”, “why don’t you listen to me”, “don’t be so dismissive”, “open your mind” and so on. By wanting to be nice, good-hearted and open to new things, the hippies have little defence against a group of skilled manipulators. If one group plays dirty and brutal, while the other insists on playing nice, or even denies to play at all, the odds are disproportionately stacked in favor of the former. They’ll never know what hit them.

Coming from the integral scene, G&C also knows how to play these folks. First of all, integralists tend to over-intellectualize everything so that obvious plain truths are lost in the noise of words, all the best words. I’ve also noticed that there seems to be a bit of “The Emperor’s New Clothes” in many smart people’s responses to G&C: no one wants to be the one who’s not developed enough, too unenlightened or just too stupid to grasp the higher meaning of these super duper developed G&C folks. But most importantly, integral virtues such as multiperspectivalism, both-and interpretations and the ideal of not being a postmodern justice warrior who declares things to be evil, are all easily used to neuter and disarm the integralist.

And speaking of nice multiperspectivalist integralists, I also talked to a guy named Alexander Capistran, a very sympathetic fellow who had participated in a number of G&C events in the past, but eventually concluded that the whole thing was rather pathological. You can read his testimonial here: https://alexandercapistran.wordpress.com/2020/07/08/go-change-ein-auf-und-abgesang/

Being a good integralist, he starts his essay on G&C with all the good things about them he can come up with. But obviously, all cults offer something of value; things that incite positive emotions and make people come back for more. For christsake, even the Nazis had a lot of things going for them in terms of arousing positive emotions and offering exciting experiences. But seriously, when the negatives are so severe as in the case of G&C, or the Nazis for that matter, it appears rather out of place to insist that we shouldn’t omit all the positive things. I mean, it’s like having been to a party where everyone got violently raped, but you still want to emphasize that the food was delicious and the DJ played some sassy tunes. Or to stress that at least Hitler gave us the Autobahn when talking about the Holocaust.

So, since I’m not a good integralist and don’t care much about multiperspectivalism in regards to G&C, I’ve decided to just skip all the fun stuff that made Alexander stay around to begin with, and instead present a few snippets from the text with the things that made him leave:

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Inability to criticize: Either the person is challenged and intimidated in front of the whole group or (as happened twice in my case), the person is summoned to a back room where the management of the monastery confronts the person and sets ultimatums: Either you trust and stop criticizing or you have to leave within X hours.”[17]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Manipulation of Freedom of the Press and the Public: If one follows internal discussion dynamics or now correspondences with the public at Go&Change, one is left with the impression that only the person who is most highly developed should speak. Those arguing from a (perceived) lower perspective should remain silent.”[18]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Gaslighting: Imbalance of projections and introjections This phenomenon, when projections of others become one’s own reality, is called ‘gaslighting.’ This is, in my opinion, a basic operating principle of manipulation in Go&Change.”[19]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Undermining of Human Freedom: The basic message often coined at Go&Change: ‘Go into your power, go into your self-responsibility’ is great. What happens too often, however, is that the leadership has unquestioned interpretive authority and, above all, which is the main problem, often acts as a guide to action: why don’t you do this and that, you should do this and that in order to develop yourself. The perfidious thing is: often these are even good observations and tips, only they subvert what they should actually stand for: Self-responsibility and free will in the spirit of love. What would Kai probably do or say now? What would happen if he walked in the door now? I heard this very often and it lay like a wafting shadow over the overall atmosphere. You can still see this in the reaction of some of the former, ‘cast-offs’: loyalty is maintained even after events and discord that are sometimes degrading for those affected. The former dependence on the group or the external leadership by an authority is still effective, only mute. Stockholm syndrome in subtle.”[20]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Unassailability through intangibility: Lastly, I would like to mention subtle factors that are difficult to grasp but have great relevance. This is about atmospheric violence and harshness. Many processes were conducted with aggression that was legitimized as resolutely pointing out boundaries and soberly mirroring them. This is not an apologia of pseudo-friendliness or “professional detachment,” but simply an observation that harshness and aggression, anger, form an integral part of the force of the project’s psychological work.”[21]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“Attempting to integrate the shadows at these levels, in my observation, resulted more in a manipulative activation of these levels, with the effect of keeping people down and driving an unending drive for development.”[22]

 

[Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)]

“On the whole, however, people don’t shine; they seem jaded, flighty and servile.”[23]

Alexander ends his essay by concluding that it would be for the better if G&C was dissolved, at least in its present form. I can’t say I disagree.

The way I see it, the so-called we-space, which G&C on several occasions hosted during the summer camp, functions as a kind of Trojan horse. Initially, the purpose is not to immediately start manipulating and gaslighting everyone around, but rather to normalize the use of we-spaces and of G&C leading them. Gradually, as people gain trust in the methods and the people conducting them, the we-spaces will begin to contain more and more of the usual bullying and gaslighting cults tend to use them for. And the more intimate details people already have shared in these spaces, the more stuff the facilitators have to use against them. Things will quickly turn quite icky from there.

The thing is, people, especially in places like the ZEGG, need to learn about cults, gaslighting and other manipulation techniques. Conscious communities, or whatever we’re gonna call them, communities where people seek higher spiritual development and closer togetherness than what mainstream society can offer, are exceptionally vulnerable to spiritual hijacking, limbic hacking and unconscious manipulations, all huddling around the cozy fire of the gaslight.

Spiritual people need to get vaccinated against these kinds of things. And as long as they don’t take the jab, we’ll see stories like these again and again.

I don’t think it’s a good idea for me to go back to Bad Belzig any time soon, and honestly I’m starting to get pretty fed up with the place, but if someone would go out there and offer a workshop or two about these matters I think it would benefit a lot of people.

Until then, my advice to you is to stay as far away as possible.

 

 

[1] In German, “Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung”, in English “Center for Experimental and Cultural Design”.

[2] Hello Felix, I know you’re reading this 🙂

[3] Proper practical usage of adult development theory must emphasise natural hierarchies — not introduce another arbitrary dominator hierarchy into the social matrix. It’s adult development psychology 101.

[4] After having witnessed one of the G&C led we-spaces at the summer camp, I called my dear friend and colleague Daniel Görtz who’s a doctor in sociology with a keen interest in cults. I told him about my concerns and started talking about the so-called “we-space”, but before I got a chance to describe what I had experienced, he interrupted me and insisted on guessing how it worked. Without knowing anything about what I had seen, he could in detail describe what had happened and told me that most cults have such methods. It’s standard procedure in the cult business, so to speak.

[5] Not only was he very insistent on getting more meetings with me, every time he saw me at dinner he tried to sit as close to me as possible. Creepy.

[6] In German, “Aussaugen”.

[7] Felix is probably not aware that Michael Commons, the creator of the Model of Hierarchical Complexity, recently added an even higher stage than cross-paradigmatic: Meta cross-paradigmatic. My sneaking suspicion tells me that had Felix known, he would probably have claimed to be that.

[8] I recently watched the panel discussion. It’s interesting to see how they addressed my observation that they didn’t seem to show love and that they all have dead eyes. Apparently, highly evolved people do not show love the way us normal people do. In fact, we probably can’t feel how warm and loving they are because we’re just too unevolved to notice it. I’m so glad we cleared that up. You can watch the panel discussion here: https://sommercamp.zegg.de/de/live.html#day-9

[9] Achtung!!! Ich verstehe die Sehnsucht nach liebevoller Gemeinschaft, doch macht nicht den Fehler sich dieser Glaubensgemeinschaft anzuschließen. Bei Go & Change handelt es sich definitiv um eine Sektenartige Gruppierung. Hier wird systematisch der Kontakt zur Außenwelt gekappt. Man soll sich von Freunden/Familie die kritisch sind distanzieren, es gibt deutliche Hierarchien und angebliche Energiearbeit/Psychotherapie welche im Endeffekt Brainwashing ist. teilweise werden hier Familien aufgelöst, Kinder von ihren Eltern getrennt und was weiß ich noch alles, und das Alles geschieht nach dem Gusto der “Anführer” namens Felix und Kai welche sich selber jegliche Freiheit nehmen können während die “Bewohner” strengen Tages und Arbeitsrhytmen unterliegen. Ich habe leider einen Freund an diese “Gemeinschaft” verloren. Einige weitere Freunde haben zum Glück rechtzeitig den Absprung geschafft. Ich habe mittlerweile auch von einigen anderen Aussteigern Berichte gehört die eindeutig auf Sekte und Brainwashing hinweisen. Natürlich gibt es dort Praktiken die funktionieren und einem zunächst suggerieren das es richtig ist was dort vermittelt wird oder man über sich selbst lernt, auch ist mit sicherheit nicht alles schlecht was dort passiert. Auf Dauer soll und wird aber eine Abhängigkeit und ein Machtgefälle erzeugt welches in einer Art Ohnmacht endet. So richtig bewusst wird es vielen Aussteigern erst nachdem sie davon weg sind. Ich rate zu äußerster Vorsicht und wünsche allen Menschen hier das Beste. —fex cnrd

[10] Diese Gemeinschaft hat für mich etwas von einer Psychosekte.

Tut mir Leid das sagen zu müssen, aber ich mags auch nicht verschweigen.

Starke Manipulation durch sowas wie : “wir denken alle, dass du…” und “wir möchten dir spiegeln, dass…” dann wird diskutiert, “bis alle dieselbe Perspektive haben”, zur Not die ganze Nacht durch, aber “durch wenig Schlaf hat man auch weniger innere Widerstände”. Du wirst angehalten nicht alleine zu essen, darfst dich auch nicht im Speiseraum gesondert setzen, denn “wenn man sich absondert, wachsen die Schatten”. Idee ist, konstant mit anderen Menschen zu sein, weil ein Mensch nur in der Gemeinschaft fähig sei, seine Schattenseiten zu transformieren. Innere Hirarchie gemischt mit Polyamorie – ” ich mach dir sofort ein Kind, wenn du diese Themen transformiert hast.”

Uiuiuiuiui… passt gut auf euch auf : ) —silvia mittelstaedt

[11] Bei Go&Change ist die innere Prozess- und Schattenarbeit Kern der Gemeinschaft. Es gibt eine offizielle 7 stufige Hierarchie in die alle Bewohner eingestuft werden, in der obersten Gruppe sind die Beiden Gründer Felix und Kai. Ein gängiges Mittel ist das “Spiegeln”, wobei dir dein Verhalten und Verhaltensmuster gespiegelt werden, jedoch wird ausschließlich von Ranghöheren an niedrigere Mitglieder gespiegelt, welche dessen Urteile scheinbar uneingeschränkt annehmen. Es gibt eine  Tagesstruktur mit Aktivitäten und Arbeiten zu denen alle Bewohner verpflichtet sind, außer die Ranghöheren Gruppen.

Ich erlebte einen Mann dem wegen zuspätkommen zu einer Aktivität mit einer Disziplinarmaßnahme (1Std. in einem Raum sitzen) gedroht wurde. Außerdem wurde ein Mensch dafür gelobt, dass er 54 Std. wach war, da dies als liebevoll der Gemeinschaft gegenüber gewertet wird. Seine Frau wurde kritisiert ihn nicht genug dafür Wertzuschätzen.

Auch einiges was ich gehört habe, z.B. die Trennung von Eltern und Kindern, stärken das Bild das hier Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen werden und Menschen entmächtigt.

Allen Menschen die in der Gemeinschaft wohnen oder sich in Annäherung befinden wünsche ich hinterfragen zu können, ob dass was diese Gruppierung ihnen gibt es Wert es was sie ihnen nimmt, Ihre Selbstbestimmung und Selbstachtung.

Allen die sich dafür Interessieren rate ich zu Vorsicht und immer der eigenen Wahrnehmung am meisten zu trauen. —Markus XX

[12] Ich halte diesen Ort für sehr destruktiv. Ausgeprägte Hierarchien, große Egos, Untergrabung von Selbstbestimmtheit und Individualität, Abwertung von Gefühlen und der Stimme des Herzens, psychologische Manipulation und das alles unter dem Deckmantel der “Liebe”. —Sarah D

[13] Dieser Ort hat meine Grenzen überschritten. —Noar Blume

[14] You can read my statement here: https://metamoderna.org/the-reasons-why-i-emil-ejner-friis-am-withdrawing-from-the-panel-discussion-at-the-zegg-summer-camp-july-30-2021/

[15] https://www.world-today-news.com/psychological-pressure-and-sexualized-violence-in-a-former-monastery/

[16] You are free to accuse me of not being on a high enough level of cognitive development to understand the higher meaning of all this stuff. That’s on the house. My recommendation still stands: Stay the fuck away.

[17] “Kritikunfähigkeit: Entweder die Person wird vor der ganzen Gruppe gechallengt und eingeschüchtert oder (wie in meinem Fall zwei Mal vorgekommen), die Person wird in ein Hinterzimmer bestellt, wo die Leitung des Klosters denjenigen zur Rede stellt und Ultimaten setzt: Entweder du vertraust und hörst auf zu kritisieren, oder du musst binnen X Stunden gehen.”

[18] “Manipulation der Pressefreiheit und Öffentlichkeit: Verfolgt man interne Gesprächsdynamiken oder jetzt Korrespondenzen mit der Öffentlichkeit bei Go&Change, drängt sich der Eindruck auf, nur die Person soll sprechen, die am höchsten entwickelt ist. Wer aus einer (vermeintlich) niederen Perspektive argumentiert, sollte schweigen.”

[19] “Gaslighting: Imbalance von Projektionen und Introjektionen: Dieses Phänomen, wenn Projektionen anderer zur eigenen Wirklichkeit werden, nennt sich „Gaslighting“. Das ist meines Erachtens ein Grundwirkungsprinzip der Manipulation bei Go&Change.”

[20] “Unterminierung der menschlichen Freiheit: Die bei Go&Change oft kolportierte Grundbotschaft: „Geh in deine Kraft, geh in deine Selbstverantwortung“ ist großartig. Was aber zuhauf passiert, ist, dass die Leitung über die unhinterfragte Deutungshoheit verfügt und vor allem, was das Hauptproblem ist, oft handlungsleitend wirkt: Mach doch mal dies und jenes, du solltest das und das machen, um dich zu entwickeln. Das Perfide ist: oft sind dies sogar gute Beobachtungen und Tips, nur subvertierten sie das, wofür sie eigentlich stehen sollten: Selbstverantwortung und freier Wille im Geiste der Liebe. Was würde Kai jetzt wohl machen oder sagen? Was wäre, wenn er jetzt zur Tür hineinkommen würde? Das habe ich sehr oft gehört und es lag wie ein wabernder Schatten über der Gesamtatmosphäre. Das merkt man auch noch an der Reaktion einiger Ehemaliger, „Verstoßener“: Die Loyalität erhält sich auch nach für die Betroffenen teilweise entwürdigenden Vorgängen und Zerwürfnissen. Die ehemalige Abhängigkeit von der Gruppe bzw. der Fremdführung durch eine Autorität ist immer noch wirksam, nur stumm. Stockholm-Syndrom im subtilen Bereich.”

[21] “Unangreifbarkeit durch Ungreifbarkeit: Zuletzt möchte ich noch subtile Faktoren benennen, die schwer greifbar sind, aber eine große Relevanz haben. Hier geht es um atmosphärische Gewalt und Härte. Viele Prozesse wurden mit Aggression geführt, die als entschiedenes Grenzen-Aufzeigen und nüchternes Spiegeln legitimiert wurde. Das ist keine Apologie von Pseudo-Freundlichkeit oder „professioneller Distanz“, sondern einfach die Beobachtung, dass Härte und Aggression, Wut, einen integralen Teil der Wucht der psychologischen Arbeit des Projekts bilden.”

[22] “Der Versuch, die Schatten auf diesen Ebenen zu integrieren, resultierte meiner Beobachtung nach eher in einer manipulativen Aktivierung dieser Ebenen, mit dem Effekt, die Leute kleinzuhalten und einen unendlichen Entwicklungsdrang anzutreiben.”

[23] “Im Großen und Ganzen aber strahlen die Menschen nicht, sondern wirken abgespannt, flatterhaft und servil.”

Advanced Course on Metamodernism Starting January 5th

We’re pleased to announce that Emil Ejner Friis’ first course on metamodernism is almost sold out. The next course is already up on the Dandelion platform. The follow-up course, beginning 5th of January 2022, is an intense deep-dive reserved for just 12 participants interested in a more intimate experience with Emil as your teacher. Here’s what Emil has to offer:

This course is limited to 12 participants ready for a deep-dive into metamodernism, the latest emerging grand narrative of our time. It’s designed for those who’re already somewhat familiar with metamodernism, including the work of Hanzi Freinacht. References will be made to Hanzi’s books, so it’s good to already have them available. This is no requirement, however.

Everyone will have two private 45-minute sessions with Emil, one before the first group session so as to figure out where you are and what you’re interested in, and one after the last group session to wrap up. Additionally, there will be abundant opportunities to ask Emil questions during the sessions. Although the specifics of this course will be tailored to the individual participants and where the discussions take us during the six-week process, it’s guaranteed to go into depth with the following topics:

Hanzi Freinacht’s The Listening Society & Nordic Ideology

  • Too long didn’t read? No problem, Emil got you covered.
  • What people usually get wrong after having read Hanzi’s books.
  • Why Nordic Ideology is a far more important and original book than The Listening Society.

What the Metamodern Stage of Consciousness Entails

  • Who’s metamodern and who isn’t?
  • What the metamodern mind can do that the postmodern cannot.
  • What are metamodern values?
  • The common error of not integrating postmodernism and the problems with regressive metamodernism.

What the Metamodern Stage of Cultural and Societal Development Entails

  • Game Change, how to avoid the traps of Game Acceptance and Game Denial.
  • How to predict the future(s): Attractors Points and how they determine the winners and losers of history.
  • Who will rule the future: The metamodern aristocracy and the role of hackers, hipsters and hippies (and hermetics, the “fourth H”, not mentioned in any of Hanzi’s books).
  • The emerging emotional regime of our times, The Sklavenmoral-regime, and how it will try to hold us back.
  • The increasing intimacy of control: Why we must embrace “creepy politics” to save the world (and how to avoid it actually getting creepy).

Hanzi Freinacht’s Upcoming Book 6 Hidden Patterns of History

  • What is a metameme? And how it differs from effective value-meme.
  • The difference between “hard” and “soft” metamemes. What Faustianism and Modernism have in common, and what Postfaustianism and Postmodernism have in common.
  • Art is always first! How art is always the first place to look in order to spot a new emerging metameme.
  • Why ethics is always last.
  • Development is tilted! The reason why most people can’t see historical development clearly.

Hanzi Freinacht’s Upcoming Book Outcompeting Capitalism

  • Why you cannot abolish capitalism (and why it’s stupid to try).
  • What capitalism really is (most people do not properly understand what capitalism is).
  • The forces that eventually (unless humanity kills itself beforehand) will outcompete and submit capitalism to a new logic.
  • The new emerging class society.
  • Why metamodernism must be postcapitalist.

Where is it all heading? What is the future of humanity?

  • At the end of this course we will wrap up what we have learned and discuss the current trajectory of the world.
  • Your hypothesis for future trajectories will be discussed and analyzed, if you wish.

This is a unique chance to get access to unpublished material and theory that will only be made widely accessible to the public once the next Hanzi books are released.

Emil will adapt the course and its contents to the individual participants. In order to figure out what the individual participants are interested in learning and what they already know, the course will begin with a personal one-on-one conversation with each participant of the duration of 45 minutes. Similarly, every participant will be offered a private 45 minute one-on-one with Emil at the end of the course to wrap up and answer questions.

The course thus contains:

  • 6 x 2½ hour long online session in a group of twelve participants
  • 2 x 45 minutes private session with Emil
  • Access to unpublished theory not found anywhere else (please don’t redistribute)

The main sessions will be held in English, personal conversations will be available in English, German, Danish or Swedish.

About your Facilitator

 

Emil Ejner Friis (b. 1981) is a theory artist and a teacher of metamodernism, he is a co-founder of Metamoderna and one of the writers behind Hanzi Freinacht. He has spent the last ten years trying to figure out how to create a listening society, a kinder and more developed society that deeply cares for the happiness and emotional needs of every citizen.

He has tried and failed at creating a metamodern political party, he has tried and failed at creating a metamodern IT-company, and he has just plainly failed at ever finishing his not so metamodern university studies by being drawn to all kinds of adventures to try and save the world instead.

When he’s not writing and theorizing from his safehouse in Berlin, he’s conspiring with other metamodernly inclined hackers, hipsters and hippies to outcompete modern society. To pay the rent he sells words, all the best words.

Emil is a skilled and experienced speaker and has a reputation of being quite entertaining and good at making complex ideas easier to digest.

You can follow Emil on his facebook profile here.

Here’s a link to the tickets: http://dandelion.earth/events/613a8d20759272000c808d3d

New Webinar on Metamodernism Available, Starting October 11

We’re happy to announce that Emil Ejner Friis, one of the co-founders of Metamoderna, has started doing online courses on Psychedelic Society’s Dandelion platform. Here’s what he has to offer:

This course is for anyone interested in getting a thorough introduction to metamodernism. Pre-existing knowledge not required.

Metamodernism, the paradigm following postmodernism, is the latest emerging grand narrative of our time. It describes a set of interrelated developments in philosophy, politics, ethics and aesthetics you ought to know about, especially if you want to see the future humanity potentially is headed towards. You may not be ready for it yet, but your kids are gonna love it.

You will finish the course understanding the relevance and importance of stage theory, how to distinguish metamodernism from postmodernism and integral theory, and how to apply this new way of thinking to your life.

The course will take place 7 pm – 9 pm (2h) UK time via Zoom, for four consecutive Mondays beginning October 11.

Here is an overview of what you will learn:

SESSION 1: What Metamodernism Is, and What It’s Not

  • A super brief introduction to modernism and postmodernism.
  • A brief history of the term “metamodernism”.
  • The three different “kinds” of metamodernism.
  • What’s the difference between metamodernism and integral?
  • Are you metamodern? A quick personality test.
  • What people usually get wrong about metamodernism.

SESSION 2: An Introduction to Stage Theories

  • Development, why it’s real and why it matters!
  • Why we should use stage theories, and why they aren’t evil.
  • A very brief introduction to: Piaget, Spiral Dynamics, Ken Wilber, Kegan, Michael Common’s Model of – Hierarchical complexity.
  • Hanzi Freinacht’s four dimensions of developments and how it adds up to the effective value meme.
  • The ways stage theories delude people and drive them crazy.
  • How stage theories in fact are being used for “evil”.
  • A better use of stage theories. How to not be a jerk around them.

SESSION 3: The Difference between Modernism, Postmodernism and Metamodernism

  • A brief history of modernism and postmodernism.
  • How to spot metamodernism, and where to look.
  • The tricky task of telling postmodernism and metamodernism apart.
  • What makes our current society postmodern?
  • What would a metamodern society look like?

SESSION 4: An Introduction to Hanzi Freinacht’s Philosophy

  • Who is Hanzi? And more importantly, why is Hanzi?
  • Didn’t read The Listening Society? Don’t have the time? No problem, Emil will tell you all you need to know for a dinner table conversation.
  • Same with Nordic Ideology? Emil’s got you covered.
  • The things most people misunderstand about Hanzi.
  • How to not be like most people.

ABOUT YOUR FACILITATOR

Emil Ejner Friis (b. 1981) is a theory artist and a teacher of metamodernism, he is a co-founder of Metamoderna and one of the writers behind Hanzi Freinacht. He has spent the last ten years trying to figure out how to create a listening society, a kinder and more developed society that deeply cares for the happiness and emotional needs of every citizen.

He has tried and failed at creating a metamodern political party, he has tried and failed at creating a metamodern IT-company, and he has just plainly failed at ever finishing his not so metamodern university studies by being drawn to all kinds of adventures to try and save the world instead.

When he’s not writing and theorizing from his safehouse in Berlin, he’s conspiring with other metamodernly inclined hackers, hipsters and hippies to outcompete modern society. To pay the rent he sells words, all the best words.

Emil is a skilled and experienced speaker and has a reputation of being quite entertaining and good at making complex ideas easier to digest.

You can follow Emil on his facebook profile here.

Here’s a link to the tickets: https://dandelion.earth/events/611d47beb79408000ced75a3

Wieso ich, Emil Ejner Friis, meine Zusage zum Podiumsgespräch am ZEGG Sommer-Camp 30. Juli 2021 zurückziehe.

Wegen des manipulativen Verhaltens eines führenden Mitglieds von Go&Change, welches ich am ZEGG Sommer Camp 2021 miterlebt haben, und weil diese Person für den Missbrauch steht der Menschen bei Go&Change wiederfährt, kann ich es nicht vertreten bei einer Podiums Diskussion mit dieser Person dabei zu sein.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit dieser Person, der Natur von sogenannten Wir-Räumen (Erklärung folgt), Zeugen, die erster Hand Erfahrungen mit der Organisations bekannt als Go&Change haben, und der überwältigend negativen und einleuchtenden Geschichten, welche ich über Go&Change im Internet gefunden habe, schlussfolgere ich, dass es sich bei Go&Change um einen gefährliche Sekte handelt.

Deswegen möchte ich nicht mit Go&Change oder seinen Mitgliedern in Verbindung gebracht werden. Ebenso möchte ich nicht mit dem ZEGG in Verbindung gebracht werden, wenn es weiterhin mit Go&Change in Verbindung bleibt. Ich will nicht den Eindruck vermitteln, dass ich Go&Change als Organisation oder seine Mitglieder gutheiße, durch meine Anwesenheit legitimiere oder sie im Einklang mit meinen Ideen sehe. Von daher, habe ich mich gegen eine Teilnahme an oben genannter Veranstaltung entschieden.

Ich möchte alle Mitglieder und Gäste des ZEGGs und die Öffentlichkeit vor dem manipulativen und missbräuchlichem Potential der dort stattfindenden Wir-Räume warnen. Diese sind keine neue Erfindung, sondern übliche Techniken von vielen Sekten, wo es zur Täuschung, Verunsicherung und Manipulation von Mitgliedern benutzt wird. (Ich habe Dr. Daniel Görtz, einen Soziologen mit erhöhtem Interesse an Sekten, kontaktiert und er konnte mir, meinen Beobachtungen entsprechend, in Detail die Mechanismen solcher Räume beschreiben ohne Go&Change oder die Erfahrungen von Menschen in diesen Räumen zu kennen).

Ich bin traurig zu sehen, dass ein führendes Mitglied von Go&Change zu einer Podiumsdiskussion am ZEGG Sommercamp eingeladen wurde. Ich glaube, dass das ein Fehler ist und das Ergebnis von schlechtem Urteilsvermögen, welches die Glaubwürdigkeit des ZEGG Sommer Camp Leitungsteams untergräbt. Was aber zum Glück nicht den Positionen des gesamten ZEGGs oder der ganzen ZEGG Gemeinschaft entspricht.

Schließlich möchte ich die vielen Überlebenden von Go&Change würdigen. Es ist meine Hoffnung, dass ihre traumatischen Erfahrungen anerkannt werden und dass sie Gerechtigkeit erleben. Ich entschuldige mich dafür nicht angemessen recherchiert zu haben mit wem ich durch das Camp in Verbindung gebracht werde und dass ich dadurch eine missbrauchende Organisation indirekter Weise legitimiert habe.

Emil Ejner Friis
Bad Belzig, 29. Juli 2021

The reasons why I, Emil Ejner Friis, am withdrawing from the panel discussion at the ZEGG Summer Camp July 30 2021

Due to the manipulative behaviour of a leading member of Go&Change that I have witnessed at the ZEGG summer camp 2021, and due to the abusive conduct of the organisation he represents, I no longer feel I can justify participating in a panel discussion with this person.

Based on my own experiences with this leading member’s behaviour, the nature of the so-called “Wir-Raum” (explanation will follow later), witnesses who have had firsthand experiences with the organisation known as Go&Change and accounts they in turn have heard from other witnesses, and the overwhelmingly negative and appalling stories about the organisation I have found on the internet, I have come to the conclusion that Go&Change is a harmful cult.

I therefore do not want to be associated with Go&Change or any of its members, and I do not want to be associated with the ZEGG if it in turn remains closely associated with Go&Change or any of its members. I do not want to convey the impression that I approve of Go&Change as an organisation or in any way find that it is aligned with my work, and I do not want to legitimise the actions of Go&Change or any of its members with my presence. As such, I have chosen to refrain from participating in the above-mentioned public event.

I wish to warn all members and guests of the ZEGG, and the general public, about the manipulative and abusive potential of the so-called “Wir-Raum”. This is not a new invention, but rather a common technique found in many cults where it is used to gaslight and control its members. (I consulted Dr. Daniel Görtz, sociologist with a keen interest in cults, about the matter, and he could in detail describe the mechanisms of the “Wir-Raum” without knowing anything about neither Go&Change nor my own or others experiences with the “Wir-Raum”.)

I am saddened to see that a leading member of Go&Change has been chosen to participate in a panel discussion at the ZEGG Summer Camp. I believe this decision is an error and a result of poor judgement that severely compromises the credibility of the ZEGG Summer Camp Leitungsteam.

Finally I wish to honor the numerous survivors of Go&Change. It is my hope that their traumatic experiences will be recognised and that they one day will see justice for the wrongs that have been committed against them. I apologise for not having properly researched who I were to be associated with at the ZEGG Summer Camp and for indirectly legitimising an abusive organisation.

Emil Ejner Friis
Bad Belzig, 29th of July 2021

Obedience as Laughter: From the Great Dictator to the Great Spectator

My claim is that the next murderous regime will be less based around agi­tation, fear-mongering and fiery speeches. It will come, there is good reason to suspect, from the source we least expect: comedy. In the echoing laughter of the crowd, transmitted over long dis­tances of net­worked broadcasting, we will find the next genocide. Un­wanted popul­a­tions violently exterminated, and the crowd laughing, laughing.

The following is a slightly edited extract from Hanzi Freinacht’s book ‘Nordic Ideology: A Metamodern Guide to Politics, Book Two’. This is the second book in a series on metamodern thought, a work of popular philosophy that investigates the nature of psychological development and its political implications. 

In today’s media-saturated society, jesters are indeed becoming kings. This is an aspect inherent to the postmodern condition, where the global village is imprinted upon us through a deluge of images from near and far, from across time and space—always told with someone’s perspective, some­one’s story, someone’s spin. The jesters, the tricksters, are the ones most proficient at catching people’s attention, and then quickly shift­ing bet­ween frames of understanding, between contexts.

That’s how comedy works: some frame or circumstance is suddenly shifted in communica­tion, and—whack!—things get funny. The simplest example is a pun or play-on-words: “Did you hear about the guy whose whole left side was cut off? He’s all right now.” The linguistics shift the meaning for us, creating a double meaning that catapults us, in this case, from the reassu­ring to the gruesome. A frame is shifted.

Add a refined sense of pacing, timing, rhythm—and nobody can stop the laughter from breaking out as clear water from a foun­tainhead.

Postmodern culture, the culture of perspective and surface, is a lot about mastering such framings of situations. One person can be framed as a hero, a president, a crook, a buffoon. Those who can most skillfully craft frames and shift between them with sleights-of-hand, in and across many different media are also likely to become the most powerful.

The late-night shows, the television hosts, the comedians—their power is growing. Jesters are becoming kings. The youth are getting their news filtered through comedy and entertainment. The jesters grab the attention of everyone, shaping and directing it—making us laugh together.

A large crowd laughing, united under one will. Oh, that’s so funny. That’s so edgy. They’re so smart, so admirable. Comedy is so liberating.

And then there is a subtle slide… If we all laughed along, then that must mean we all at least somewhat agreed, that what was said was at least partly true. And whoever was laughed at must have been, at least in part, at fault. We slide into assuming that the power to make us laugh is also the power to tell us the truth—or to suspend another truth, another story, another felt experience.

When we laugh we don’t only break taboos, relieve tensions and forge bonds. The laughter of the crowd also disciplines people into silence, and obedience—if anyone gets mad and says it isn’t funny, they just appear to be poor sportsmen with sticks up their asses. It stratifies us: the joker on top and the butt of the joke at the bottom. It unifies us, yes, but into “us and them”, with a rather clear who’s who.

Can you see it? The laughter of the crowd is a source of massive hidd­en obedience and submission to one will. Can you think of any other mom­ents when you can get hundreds, thousands, millions of people to sus­pend normal morality and to fall in line around the same point? Is there any better way to effectively steer a crowd?

The fascists of a hundred years ago hijacked the tech­niques of travel­ing socialist agitators. These knew how to display a sincere criticism of socie­ty, of how to fire up a crowd, how to point out glaring injustices. The fasc­ists caught on. Yet in today’ world, where educated and comfortable pop­u­l­ations are suspicious of such fiery speeches, of fanaticism and lack of iro­ny, the correspon­ding effect is achieved through jokes. Do you imagine that the fascists today might be paying attention and catching on?

It’s already happening. If you take a look at online movements of the far Right, such as the Alt-Right and the “meta-right”, these are packed with trans­gressive jokes and irony—often to the level of extreme absurdity so that it’s no longer distinguishable what is a joke, what is “post-truth” and what is sin­cere and what is not. The far Right jokes more than anyone else. They joke and joke and make memes until reality itself becomes transmogorified into a dream state where nothing is real and nothing needs to be taken seriously. If we have already joked a million times about being nazis and killing Jews, and waging war, and about a conspiracy that undermines our civilization, and about our own mega­lomania… then when the images of real crimes crop up, we keep jok­ing, keep laughing. “Relax, it’s just a joke. Don’t you get it, huh? All the smart people do. You’re one of the smart people, aren’t you? You’re not one of those with a stick up your ass who can’t even take watching children and animals being slit up alive—are you? I’m one of the crazy ones, the ones who know the subtle art of not giving a fuck. To me, there is nothing you can’t laugh about. Only people who are against free­dom would like to set taboos for what you may or may not joke and laugh about.”

During the Second World War, Charlie Chaplin famously made a par­ody of Hitler in his 1940 film, The Great Dictator. Chaplin used comedy to demask and demystify the power and allure of dictatorship and totalitar­ianism. And of course, this postmodern move, one of irony and parody, proved to be the hallmark of a superior society; one that ultima­tely beat the complete lack of self-distance that marked the fascists. When one side screams and rages on, and the other changes the frame and makes us all laugh—of course the latter is going to win. Of course the latter is going to be allied with a superior information processing system, which ultimately wins the war.

But now, nearing a century after the first emergence of fascism, the forces that want violence and bloodshed have learned a thing or two. This time, they won’t try to be Hitler—they’ll try to be Charlie Chaplin. The next dictator, the one who seduces crowds and leads the masses into trans­gressing common decency and morality, supporting nihilism in its destructive form and an abandonment of all empathy—will be a com­edian. Today, only comedians can claim the absolute and amoral obedi­ence of the crowd. Guess who also likes absolute and amoral obedience of the crowd? The totalitarian dictator.[i]

Michael Billig, a professor of social science, published a book in 2005 titled Laughter and Ridicule: Toward a Social Critique of Hu­mour. Boring­ly written as it is, this book seems almost prophetic: Billig was amongst the first to see that with laughter comes ridicule, and thus comes a reaffir­mation of power relations; sometimes liberating, but all too often discipli­ning and oppressive. Laughter often says: Shut the fuck up and obey.

Today’s inquisition, today’s Thought Police, thrives on the power of laughter. The most (pathologically) power hungry amongst us will be­come masters of mean and crafty jokes. And they will get away with it. And they will rule. And you will obey them with the rest of the mob.

What, then, beats laugher and ridicule? We may turn again to the early writings of Nietzsche. In his 1872 work, The Birth of Tragedy, he argues that tragedy is a higher and more refined art form than the “Apollonian” search for perfection in sculpture and “Dionysian” rapture and self-expression in the moment-to-moment flows of music. And indeed, in literature and theatre, comedy has never been able to become as highly esteemed as tragedy.

Tragedy is thus an expression of a higher synthesis; it resonates with more profound and vulnerable layers of the human soul. And tragedy is best expressed through poetry in its many different forms, poetry in a wide sense, what is sometimes called “poetics”.

In the times to come, then, dictatorship and oppression, sadistic power and maso­chistic submission, will come dis­guised in the form of comedy and laughter.

Resistance and emancipation, kindness and freedom, will come from that which brings a tear to our eye—from a subtle sense of tragedy, expre­ss­ed in different media, by poets of different shapes and sizes.

In these times, building upon the experiences of the last century, we have accustomed ourselves to thinking of the trickster as the hero. That used to be a good rule-of-thumb, and it still can be, in some cases. But this intuition will be increasingly treacherous in the times ahead.

We are beginn­ing to see the unfolding of a subtle battle-performed-as-play for the global hu­man soul—the near­est thing to what might be called a cos­mic struggle be­tween good and evil: the evil comedian, who speaks to the masses but sec­retly despises them as a herd that follows the crude me­chanics of humor understood only by a select elite, against the good poet, who sings to the few, but is in love with the many and their crea­tive spark of collective in­telligence. This is the struggle-reborn-as-play, stirring at midnight in the garden of good and evil.

David Foster Wallace, the early metamodernist novelist and cultural comm­entator who died by suicide in 2008, aged 46, author of the dense, thick and magisterial novel with the prophetic title Infinite Jest (1996), once said in 1990 “that the next real literary rebels in America would be artists with little interest in trying to shock or upset their peers but who were, rather, willing to become so credulous of everything in the world that their peers would laugh at them”.[ii] That’s what takes greater cour­age, and that’s where liberation is to be found—in a new sincerity.

The dictator-comedian, the jester-king, steers the laughter, pacing it with perfect timing as a dir­ector would an orchestra—often saying things that would have been completely unacceptable had they been voiced by an ordinary person. Remember Carl Schmitt’s definition of the sovereign as “he who decides on the excep­tion”? To a growing extent this seems to apply to the comedian: the elevated position of being excepted from the morality applying to everyone else. The consumtariat—the underclass of the inform­ational and attentionalist digital economy, per­petually starved for authen­tic meaning, participation, community and re­cognition—alwa­ys stuck in the role of onlookers, always consum­ers, always spectators; they laugh along greedily, hiding in the crowd, cheering. The consumta­riat are offered a false sense of participation and superiority: Chuckling along, they momentarily feel that they are part of what happens, and on the winning side, too. Indeed, laughter is the new heiling.

But the transmogorified dream-world of boundary-less jokes is not a productive outlet for the human soul. If, in the 20th century the biggest joke was The Great Dictator; today’s biggest tragedy is The Great Spec­tator. The Great Dictator was an easier foe, because The Great Spectator turns out to be yourself.

The Great Spectator will mindlessly laugh along, from his own sense of inferiority, envy and Sklavenmoral—while the poet acts and is laughed at. What about you, will you laugh your way to obedience and meaningless murder, or will you side with the laughed-at? Will you sing with the infor­med naivety of the metamodern heart—one that can resist the cruel lau­ghter of a crowd reduced to groveling slaves?

Hanzi Freinacht is a political philosopher, historian and sociologist, author of ‘The Listening Society’, ‘Nordic Ideology’ and the upcoming books ‘The 6 Hidden Patterns of History’ and ‘Outcompeting Capitalism’. Much of his time is spent alone in the Swiss Alps. You can follow Hanzi on his facebook profile here, and you can speed up the process of new metamodern content reaching the world by making a donation to Hanzi here.

[i]. When I first wrote this, Europe had already seen the rise of standup comedian Beppe Grillo’s Five Star Movement in Italy. Now, rereading the text, the Ukrainian president Volodymyr Zelensky has just been elected by a landslide of 73% (vs. 24% for the sitting president)—also a comedian, who even plays the part as president in a satirical television show. While these two can hardly be called new dictators, they do certainly attest to the new power of comedy—and the crossroads of fact and fiction. Stranger days are coming.

[ii]. Quoted from Seth Abramson “On Metamodernism”, published April 16th 2018 on Medium, retrieved May 2018:

https://medium.com/@Seth_Abramson/on-metamodernism-926fdc55bd6a

The Totalitarian Potential of New Age Spirituality

In this series of what we can learn from the totalitarian ideologies (for communism click here, and for fascism click here), I’d wish things would get less demonic around this time and that I could point to a cuter and happier ending when we get to New Age spirit­uality. But alas, as the human (or post-human) condition progresses, it only gets more wondrous, complex, per­ilous and terrifying, all at once. As Leon Trotsky once said “The forms of life will become dyn­am­ically dramatic […] And above this ridge new peaks will rise.” He just for­got to mention the new opening abyss between us and the peaks. Higher emancipation, incidentally, is found on the very edge of doom.

The following is a slightly edited extract from Hanzi Freinacht’s book ‘Nordic Ideology: A Metamodern Guide to Politics, Book Two’. This is the second book in a series on metamodern thought, a work of popular philosophy that investigates the nature of psychological development and its political implications. 

For many readers, no doubt, “New Age” seems to be the odd one out in a series about the totalitarian ideologies of the 20th century. Commun­ism, fascism, and… New Age? These phenomena aren’t usually discuss­ed in the same context. And yet, there is a clear and fundamental pattern conn­ecting the three; even a logical, historical progression (as well as more inter­connecting ties and overlaps than we could name or hope to trace).

The three ideologies appeared and gained prominence in sequence as modern society pro­gress­ed, each of them related to holistic visions, and each of them led to totalitarian, abusive and collapsed societies. Commun­ism rel­ates to a profound social equality and union between humans, to the abol­ition of the “shame-regime” as discussed in my book Nordic Ideology (since no one would have lower status in the communist utopia). Fascism builds upon the com­m­unist radical unity and the rise of certain strong wills and great figures in that unified society and a conscious refinement of huma­nity, corres­ponding to the abolition of the Sklavenmoral-regime. And the New Age move­ments aimed at creating a reign of universal love flowing from a genuinely unified and deeply emancipated hum­anity, uni­fying us not only with one another, but with the cosmos at large, with all life, and with our highest inner potentials—in Hanzi lan­guage, with our “highest subjective states” and “greatest inner depths”. Like commun­ism, New Age spirituality is utopian and egalitarian, like fascism it em­phasizes the dist­inctions between the genders as well as the value of authenti­city and full­ness of commitment and of total submission of the ego and disso­lution into a complete unity. This corresponds to the “higher reaches of free­dom” per­taining to the later stages of human development, to the deepest reaches of our imaginations and the most universalistic and holis­tic visi­ons of soc­iety and humanity.

Because of its developmental qualities, reaching higher and deeper than commun­ism and fascism, New Age holds the potential for a more hellish, oppressive and suffocating totalitarianism than anything hith­er­to seen in communist and fascist societies. Luckily for us, no utopian New Age mov­e­ments really gained power in the 20th century—their social sust­ainability was simply too low to grow beyond small communities and inward-looking cults. The exception may be Scientology, which turned itself into a self-sustaining market mechanism using psychological coer­cion to get peop­le to aggressively pool money into real estate around the world, which in turn boasts the identities of members (“look at my big temple”) who then gain incentives to uphold the structure.

The close connection between fascism and say Adi Da’s cult, or that of Osho, or Scientology, may be difficult to spot on a surface level. After all, fascists are tough and manly, and New Agers soft and spiritual. But many scholars have shown that fascism—new and old—is full to the brim with esoteric and spiritual underpinnings. Karla Poewe, Pankaj Mishra and Göran Dahl are worth mentioning in this context.

Viewed with the goggles of my own theory, this is the develop­mental imbalance of “the magic residual” at work, as explained in The Listening Society; i.e. people who have greater depth and/or state than complexity and/or code tend to seek wholeness and be drawn to the non-rational in the search of the trans­rational. In other words, you have a pervasive sense there is som­ething more to the world and to reality than we can normally describe and grasp with our conscious conceptual minds, and that the direct expe­rience of reality always points towards something larger than any specific struc­ture of thought, but that something requires that we jump off a cliff into the unknown, that we stop thinking and allow ourselves to “fully be”.

This impulse, while true, opens the door inside of us for a holistic vis­ion that would unite all of society with primary, archetypal and spiritual forces: Martin Heidegger initially supported the Nazis and Carl Jung had early writings which spoke of collective Aryan and Jewish psyches, and count­less other “deep stuff” thinkers have fallen into similar traps. There is a very close connection between fascism and the New Age, most recent­ly revealed per­haps by the harrowing example of Andrew Cohen’s cult.

Why then would I claim that New Age has the potential to be even more hellish than Gulag or Holocaust? Think about it: These relations involve your innermost ontological belief structures. They can make you believe that if you don’t follow suit, if you even think the wrong thought, you will be punished for a literal eternity of unbearable suffering. And they can make you believe that in full and earnest. That’s much, much more radical than making you think you’re a bad comrade or not a part of the master race. And they can make you believe that the fate of the entire cosmos, literally speaking, depends on your work with this and that inner purifica­tion, enlightenment, etc. And they can make you believe this or that person is literally God speaking and that nothing else has any relevan­ce compared to what they may be saying. And they can make you inti­mately feel that with every cell of your body and soul. It’s the Michelin Star Club of totalitarianism. It’s totalitarianism magna cum laude, extra everything; ketchup and mustard. Because it reaches into the depths of your soul and controls parts of you neither Stalin nor Hitler could reach. In theory, then, what crimes could that sort of power make you commit? And if you were invested in it, what would you be prepared to do to defend it from perceived attackers?

If you consider the stories told by some escapees of North Korea, you notice this pattern. This is a nominally communist country, which all but in name has transitioned to a caste-like hyper-militarized fascist society, and where you increasingly see the use of supernatural narratives to legiti­mize pol­itical pow­er. Miracles are associated with the Supreme Leader, and it can take years for a young woman who escaped to get rid of the belief that he is reading her mind. That, if anything, is worse that Orwell’s 1984. And it’s pretty close to what has been reported by ex-Scientologists. If Sciento­logy would have managed to take over society as a whole, you might have seen similar patt­erns emerging in other countries or at a larger scale.

And then there’s always that distinct trait of totalitarianism: First you have a creative burst for a period in which the arts flower, then you con­verge around a massive repetition, a complete shut-down of all art. Scien­tology looks and feels exactly the same today as it did in the 1970s, except now in an ironic and more critically minded age, it all looks extremely kitschy and hysteri­cal. The same is true of North Korea: There are paint­ers, sure, but their skills are entirely tamed and employed on a producti­on-line basis, all in credit of the regime and its worldview. The same happened with nazism during its very short period of existence and with the “per­manent revolu­tion” in some commun­ist countries. If someone gets to you with the idea that they have a correct grasp of “the totality”, any divergence, even in your dreams, becomes a subject of great existen­tial terror. This adds another, and more terrifying, layer of mean­­ing to Orwell’s “boot stamping on a human face—for ever”. Personally, I would rather be gas­sed to death naked than to have someone convince me of an eternity of suffering for me and others if I don’t obey. Spiritual involve­ment opens the door to a whole new world of horrors.

And yet, it would be wrong to think that universal love and high­er inner states have no place in the future of humanity. Again, it’s a matter of developmental imbalances; the spiritual and existential insights that infor­m­ed and energized the New Age movement in its many forms, and the pro­found and authentic experiences that gave it life, are not in them­selves false. They’re simply too big and too difficult to manage to fit into what­ever human relationships, social roles and symbolic universes we con­struct, and so these relation­ships and roles always self-destruct pretty soon after we start engaging with the highest (spiritual) subjective states.

As society progresses and we reach deeper into ourselves in order to deal with the existential underpinnings of civilization as well as coordi­nating our streams-of-action on subtler and more complex levels, we are bound to come face to face again with these spiritual or cosmic peaks and abysses. Individually, many of us can ignore these issues and live “normal lives” and not be bothered, but transpersonally speaking, we as a global society and emerging posthumans cannot avoid it. We are going to have to deal with the terrifying depths and towering heights of existence, with the vast oceans of being, with the eternities of tragedy and suffering and the unbearable infinity of potential—sooner or later.

If the present world-system survives and development continues to accelerate, consciousness is very likely to self-organize into posthuman stages mirroring the great existential depths intuited by the mystics. The New Age movements have given us a brief taste of these farther land­scapes of the soul, of the peaks—and the great abyss.

The abyss. We then, collectively and transpersonally, encounter a more profound terror than has hitherto been experienced; a terror intuited only in madness and bad psychedelic trips. A terror beyond death: an experi­enced eternity of looped suffering. There is a towering challenge ahead of us; beyond anything yet experienced in the history of the known universe. The scale is of a whole other magnitude, the stakes of a cosmic kind. Sheer terror, pure emptiness—and a corres­ponding level of evil, always found, ultimately, within ourselves. The highest good—universal love and accep­tance—can only be attained by facing the greatest and purest of evils. Although this challenge lies outside the scope of the political metamoder­nism I have formulated, the latter can at least commence the needed pre­paratory work for this unavoidable challenge to our innermost being. Only an existentially mature civilization will be able to face the surmount­ing terror.

You cannot gaze into the abyss without being moved. You cannot taste the heavens without becoming, at least in some abstract sense, a believer. And that’s what political metamodernism shares with the New Age: an acceptance of the highest subjective states, their ultimate significance and transrational truth; that of universal love and acceptance, the dissol­ution of our separate identifications, and the non-attachment to ideas and beli­efs. In brief moments, these higher potentials can animate us, “As spring sweeps uninvited into barren gardens, as morning breezes reinvigorate dormant deserts”, as one of the most celebrated poets of the Urdu langu­age, Faiz Ahmed Faiz once wrote.[i]

These flowers of freshest hue must be met by an unequivocal commit­ment to deal with a corresponding level of existential terror. Unlike the New Ager, the metamodern mind is not a millenari­an one; we don’t bel­ieve that a wave of light will “come soon” and “wash over” all of us and this will make people “wake up” and that we are the carriers of that evan­gel (or some circumscription of the latter). We just recognize that there is such a thing as spirituality, yes, and we allow for faint glimmers of it to hint us about a potential future that is both incom­prehensively mag­nifi­cent and terrifying beyond imagination.

We do, however, share the idea that inner transformation is an import­ant and essential part of societal transformation, and ultimately of socie­ty’s sur­vival. And we share the idea that self-knowledge tends to lead to greater universalism and love, however tortuous and difficult the path. And we believe this path is not laid down, but that it must be conti­nually paved and rediscovered as we interact with the open systems of the world as these open systems inevitably also change us.

Here we return to the metamodern idea of proto-synthesis—we can­not just throw all maps of meaning and directionality overboard. We must see that spiritual insight and higher universal love are powerful futu­re attract­ors, but that they reside in the posthuman or transhuman realm of poten­tials, which means that we shouldn’t rush it. In this case, we must remain careful and conservative, as the sheer terror that can be unleashed under the auspices of a “metamodern totalitar­ianism” leaves a heavy ethical bur­den on us. Imagine a world where dictators control your soul and the con­struction of your social universe and have a thousand social, psycho­logical, chemical and technological tools to control the structure of your mind. That would be beyond nasty.

Where does this leave us? At the spot where political meta­modernism seeks to carefully work for the relative utopia of a listening society—a soc­iety that has resolved the modern problems of sustainabi­lity, inequality and alienation; but it must always stop before any direct, pass­ionate and non-ironic utopianism.

So fundamentally, whether political metamodernism becomes a force for good or evil in the world—or just another obscure cult-like group­ing—depends upon our shared ability to manage paradoxes and both-ands. And it depends upon our willingness and capacity to engage with the open systems of the world, and letting these systems change us, while still keeping some kind of shared map.

It is okay to let glimmers of New Age spirituality—and traditional paths in general—inform and inspire us. They must, however, never go­vern us, lest we will inherit all their pathologies, albeit in a magnified and yet more toxic version. These are dangerous dreams.

Political metamodernism is a bit like standing on the North Pole; if you go far enough north, so that you actually stand on the exact location of the North Pole, east and west and north all disappear; on that particular spot there is only south—in all directions. When you get really close to it, all directions become the opposite of what you want to achieve, and yet you have to keep trying to go “north of the North Pole”.

There’s a koan to stay with: What is north of the North Pole?

Hanzi Freinacht is a political philosopher, historian and sociologist, author of ‘The Listening Society’, ‘Nordic Ideology’ and the upcoming books ‘The 6 Hidden Patterns of History’ and ‘Outcompeting Capitalism’. Much of his time is spent alone in the Swiss Alps. You can follow Hanzi on his facebook profile here, and you can speed up the process of new metamodern content reaching the world by making a donation to Hanzi here.

[i]. From the poem Last Night, loose translation by Michael R. Burch.